50+1-Regel bleibt, Videobeweis wird dauerhaft eingeführt

Einstellen Kommentar Drucken

Über die nationale Regelung dürfen die Verbände und Ligen aber selbst entscheiden.

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nahm einen entsprechenden Antrag des Zweitligisten St. Die 50+1-Regel sichert den Stammvereinen eine Stimmenmehrheit in den Kapitalgesellschaften und verhindert dadurch die Komplettübernahme eines Vereins durch externe Geldgeber. Der Fall ist das bei Bayer Leverkusen, dem VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim. Pauli zum Bekenntnis der Regel in jetziger Form ist mit einfacher Mehrheit von der Versammlung angenommen worden. Hannovers Präsident Martin Kind hatte seinen Antrag auf eine Ausnahmeregelung unlängst zurückgezogen. Vier stimmten dagegen, neun Vereine enthielten sich, drei beteiligten sich nicht an der Abstimmung. Aber: Wie genau die Regel mittel- und langfristig ausgestaltet werden soll, ist noch offen und soll weiter diskutiert werden. Es gebe sicherlich "gute Argumente, die besagen, dass 50+1 haltbar ist - ob das rechtlich verlässlich ist, kann aber keiner sagen", meinte der 71-Jährige, dessen Club Borussia Dortmund sich im Vorfeld für 50+1 ausgesprochen hatte. Das ist ein schwerer Rückschlag für die millionenschweren Investoren, die ihre Augen auf die Bundesliga gerichtet haben - und ein Sieg für tausende Fans, die gegen die Abschaffung mobilgemacht hatten.

Diese Nachricht wurde am 22.03.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. "Wir dürfen jetzt nicht die Hände in den Schoß legen und uns neuen Entwicklungen nicht verschließen", mahnte er.

Ausschlaggebend war laut DFL "der Wunsch nach zusätzlicher sportlicher Gerechtigkeit" - in der laufenden Saison waren nach DFL-Angaben bis einschließlich des 26. Spieltages bei 68 Interventionen des Video-Assistenten 49 klare Fehlentscheidungen vermieden worden. Dann bekommt auch die 2. Bundesliga den Videobeweis - allerdings erst einmal nur Offline. Die Nutzung einer virtuellen Abseitslinie wird ebenfalls angestrebt unter der Voraussetzung, dass es bis zum Beginn der Spielzeit ein Zulassungsverfahren für Anbieter einer validen Lösung gibt.

Das für Regeln zuständige International Football Association Board (IFAB) des Weltverbandes FIFA hatte die Technik am 3. März in das offizielle Regelwerk aufgenommen. Der Einsatz in der Testphase wird keinen Einfluss auf den Spielbetrieb haben und komplett von der DFL bezahlt.

Comments