Halbe Million Euro: Astrid-Lindgren-Preis verliehen

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Der mit fünf Millionen schwedischen Kronen (rund 500.000 Euro) dotierte Astrid-Lindgren-Preis gilt als weltweit höchstdotierteste Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. "In einer Sprache so leicht wie Luft erzählt sie Geschichten von überwältigendem Reichtum und Tiefe", hieß es in der Begründung. Die US-Autorin Jacqueline Woodson fange auf einzigartig poetische Weise die tägliche Welt zwischen Kummer und Hoffnung ein. Zu ihren bekanntesten Werken zählen "Brown Girl Dreaming", "After Tupac and D Foster", "Feathers" und "Show Way". Sie erzählt darin von ihrer Kindheit und beschreibt zugleich ein Kapitel der afroamerikanischen Geschichte der 1960er- und 1970er-Jahre: Bürgerrechtsmärsche, die Brutalität der Polizei, Gewalt. Sie schreibt hauptsächlich für Teenager, aber auch für Kinder und Erwachsene. Das Buch sei ein lyrisches Sammelalbum persönlicher Erinnerungen und Familiengeschichten, befand die Jury nun.

Woodson hat mehr als 30 Bücher geschrieben, neben Romanen auch Gedichte und Bilderbücher. Ihre Markenzeichen seien meisterliche Charakterisierungen und ein tiefes Verständnis der jugendlichen Psyche.

Der "Astrid Lindgren Memorial Award" wurde 2002 von der schwedischen Regierung begründet und erinnert an die Erfinderin von "Pippi Langstrumpf" und "Michel aus Lönneberga". In diesem Jahr hatten die Juroren über 235 Nominierungen aus 60 Ländern zu entscheiden, darunter die Deutschen Cornelia Funke, Mirjam Pressler und Nikolaus Heidelbach.

Die Preisverleihung findet am 28. Mai in der Stockholmer Concert Hall statt. Er wird jährlich an einen oder mehrere Preisträger vergeben, richtet sich laut Statuten an Autoren, Illustratoren, mündliche Geschichtenerzähler und Leseförderer.

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