Friedliche Schweiz: Es passieren immer weniger Straftaten - Rückgang auch 2017

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Auch die Statistik auf Kantonsebene lässt einige interessante Rückschlüsse zu.

Auffällig ist insgesamt, dass die Zahl der beschuldigten Minderjährigen nach sieben Jahren erstmals wieder stieg (+8,3 Prozent). 21'910 Straftaten wurden angezeigt. Das sind 228 Delikte mehr als noch im Jahr 2016. Diese Zahlen stammen aus der am Dienstag veröffentlichten Basler Kriminalstatistik. Insgesamt wurden im letzten Jahr knapp 45 Prozent der Straftaten aufgeklärt.

Die Zahl der Gewaltdelikte ist 2017 das vierte Jahr in Folge gestiegen (+ 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und liegt mittlerweile bei dem Wert, der im Jahr 2012 gemessen wurde. Der Anteil der ausländischen Beschuldigten ohne Schweizer Wohnsitz ging um knapp fünf Prozent zurück. Im Vergleich mit 2013 ist das sogar ein Rückgang um 44 Prozent, wie die Kapo mitteilt. Das sind drei mehr als im Jahr 2016. In rund 45 Prozent der Raubdelikte wurde körperliche Gewalt angewendet. 373 Mal gab es deswegen Anzeigen. Das bedeutet aber auch: Weit mehr als jeder zehnte Fall von Gewalt gegen Beamte in der Schweiz ereignete sich im Kanton Basel-Stadt.

Es gibt aber auch erfreuliche Tendenzen in der Kriminalstatistik: Schwere Körperverletzungen wurden 2017 nur 13 angezeigt. Das ist ein Rückgang von 70 Prozent. Ebenfalls deutlich rückläufig (-30 Prozent) ist die Zahl der Sexualdelikte. So wurden im vergangenen Jahr 12 Prozent weniger Einbruchdiebstähle registriert. Getrübt wird dieser Rückgang von einer Zunahme der Zahl der sexuellen Belästigungen um 25 Prozent auf 75 Fälle.

Es ist eine beängstigende Vorstellung: Man kehrt nach Hause zurück und die Wohnung ist durchwühlt, außerdem fehlen Wertgegenstände - in Bayern kam das im letzten Jahr rund 6.000 Mal vor. Das entspricht einer Zunahme von 2 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen diese erneut um 6 Prozent ab, was einer Reduktion von über 19'200 Straftaten entspricht. Von den 2003 Gewaltstraftaten konnte die Polizei 93 Prozent aufklären. Hinzu kommen noch 29 ältere Fälle, in denen die Täter dingfest gemacht werden konnten.

Auf den Glarner Strassen hat es letztes Jahr keinen einzigen Verkehrstoten gegeben - erst das zweite Mal seit 1951.

Betrachtet man den Aufenthaltsstatus, so gehörten 79 Prozent der Beschuldigten zur ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz (schweizerische oder ausländische Staatsangehörige). Von 4124 Beschuldigten in StGB-Delikten waren 1617 Schweizer Bürger.

Während die Gesamtzahl der beschuldigten Personen gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist, zeichnet sich bei minderjährigen Beschuldigten eine Trendwende ab.

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