Macron verurteilt mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in Syrien

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Neben Trump und Macron hat auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan mit Konsequenzen gedroht.

Beide Präsidenten hätten Informationen ausgetauscht. Eine Entscheidung diesbezüglich werde noch in der Nacht auf Dienstag "oder kurz danach" getroffen, sagte Trump in Washington. Er sei für eine "starke und gemeinsame Reaktion", sagte er und bekräftigte, der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien sei für Frankreich eine "rote Linie".

Trump schloss militärische Schritte gegen die syrische Regierung nicht aus. Experten zufolge würden dafür etwa Frankreich oder Grossbritannien in Frage kommen.

Eine US-Resolution im UNO-Sicherheitsrat auf Einsetzung einer Untersuchungskommission scheiterte am Veto Russlands.

Macron verurteilte den mutmasslichen Einsatz von Chemiewaffen "gegen die Bevölkerung von Duma" auf das Schärfste, teilte der Elysée-Palast nach eine Telefonat von Macron mit Trump am Sonntag mit.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff hat sich die Krise um den Bürgerkrieg in Syrien dramatisch zugespitzt. Am Montag wurden nach Angaben staatlicher Medien erneut Dutzende Gefangene der Rebellen freigelassen. Auch Russland dringt auf Beratungen des Gremiums, bei denen es nach russischer Darstellung um die "Bedrohungen für den Frieden und die Sicherheit in der Welt" gehen solle.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme wurden bei den mutmaßlichen Giftgasanschlägen mindestens 42 Menschen getötet.

Die USA machen die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den angeblichen Angriff verantwortlich.

Diplomaten zufolge wollen die USA den Uno-Sicherheitsrat abstimmen lassen, um eine neue Untersuchung des Vorfalls durchzusetzen. Ob diese durch chemische Waffen ausgelöst wurden, könnten die Mitarbeiter im Land aber nicht beurteilen, sagte WHO-Sprecherin Fadela Chaib in Genf. Russland lehnte das Vorhaben umgehend ab und sprach von "inakzeptablen Elementen".

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff im syrischen Duma hat US-Präsident Donald Trump eine geplante mehrtägige Reise nach Peru und Kolumbien abgesagt.

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