Trump sagte Teilnahme an Lateinamerika-Gipfel wegen Syrien ab

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"Dass solche Giftgasangriffe stattfinden und das wiederholt, ohne dass für diese abscheuliche Verbrechen jemand zur Rechenschaft gezogen wird, ist eigentlich ein nicht haltbarer Zustand", sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande eines Treffens mit seiner schwedischen Amtskollegin Margot Wallström.

Frankreichs Präsident Macron gab am Donnerstag bekannt, dass man einen Beweis für den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung habe.

Donald Trump versucht, Stärke zu demonstrieren - vornehmlich mit seinem Smartphone. In Militärbasen und Stellungen in ganz Syrien wurden am Dienstag Vorsichtsmassnahmen ergriffen, wie die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete.

Trump hatte am Mittwoch mit markigen Worten einen Raketenangriff der US-Streitkräfte in Syrien angekündigt.

Mit einem Tweet hat US-Präsident Donald Trump auf die russische Drohung reagiert, auf Syrien gerichtete amerikanische Raketen abzuschiessen. Es sei "wirklich beängstigend daran zu denken, was für Menschen das größte Militärarsenal kontrollieren, das der Planet jemals gesehen hat", sagte Kossatschow, der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im russischen Oberhaus.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, Angriffe auf "chemische Kapazitäten" in Syrien seien möglich. Die Flugaufsichtsbehörde Eurocontrol schickte vorsichtshalber bereits Warnungen an alle Fluggesellschaften, dass es im Luftraum über Syrien in den nächsten 72 Stunden zu Raketeneinsätzen kommen könne. Trumps Sprecherin sagte, "alle Optionen" lägen auf dem Tisch. Daesh ist der arabische Name für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Zugang zu 500 Menschen verlangt, die durch das Giftgas verwundet worden sein sollen.

Doch Trump fehlt bislang nicht nur ein Plan für einen wirksamen Vergeltungsschlag, der nach Meinung der oppositionellen Demokraten unverzichtbar vom Kongresses gebilligt werden muss. Damaskus sei darüber aber nicht überrascht, da die USA auch den "Terrorismus" in Syrien unterstützten, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Sana einen Vertreter des Aussenministeriums. "Wenn Trump nun nicht deutlicher gegen die Syrer vorgeht, wird er nicht nur von den Demokraten unter Druck gesetzt, sondern auch von seinen eigenen Republikanern".

Davon ist nun keine Rede mehr. Präsident Wladimir Putin bezeichnet die Weltlage als besorgniserregend. Israel holte währenddessen verbal gegen die syrische Regierung aus, wurde im Gegenzug aber gleichzeitig vom Iran vor der Reaktion auf einen Luftangriff gewarnt. In einer Mitteilung der Downing Street hieß es, Trump und May seien sich einig, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär "nicht unbeantwortet" bleiben könne und dass ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen durch das "Assad-Regime" verhindert werden müsse. "Unsere Beziehung zu Russland ist schlechter als sie es je war", twitterte er am Mittwochmorgen. Red.) oder Behinderung (der Justiz, d. Eine gemeinsame Untersuchungskommission der OPCW und der Vereinten Nationen bestätigte dies durch die Analyse von Boden- und Gewebeproben und machte das syrische Regime dafür verantwortlich. Erst vorige Woche hatte der Präsident den bevorstehenden Abzug der USA aus dem Bürgerkriegsland verkündet, der laut Medienberichten bis zum Herbst abgeschlossen sein soll. Die New York Times zitiert zwei Augenzeugen, die von einer "Kernschmelze" sprechen.

Tatsächlich schlug Trump am Mittwoch einen wirren Bogen vom Konflikt mit Russland in Syrien bis zur Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller. Die USA überlegen, ob sie ihre Freunde schützen können. "Viel böses Blut mit Russland ist durch die falsche und korrupte Russland-Ermittlung entstanden". Trump feuerte seinen Außenminister Rex Tillerson inmitten diplomatischer Bemühungen in der Nordkorea-Krise, er zettelte einen Handelskonflikt mit China an, er schickte die Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko.

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