Weltweites Orakeln um Trumps Syrien-Strategie - Uno-Chef besorgt

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Donald Trump - Raketenangriff auf Syrien nur eine von mehreren Optionen Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump hat dessen Aussagen zum Syrien-Krieg relativiert. "Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden". In einer seiner berüchtigten Twitter-Tiraden attackierte der Präsident den Sonderermittler zur Russland-Affäre, Robert Mueller, und das Führungspersonal im Justizdepartement, das für Muellers Untersuchung zuständig ist.

"Die Raketen werden kommen, hübsch und neu und smart!"

Denn die Dynamik wird von Geschehnissen in Syrien ausgelöst, wo Präsident Bashar al-Assad mit allen Mitteln für sein erklärtes Ziel kämpft, das gesamte Land militärisch zurückzuerobern.

Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA und Präsident Trump die Assad-Regierung direkt angreifen.

Unterdessen hat der türkische Ministerpräsident Russland und die USA angesichts gegenseitiger Drohungen im Syrienkrieg dazu aufgerufen, den "Straßenkampf" zu beenden. In dem am Freitag veröffentlichten neuen ZDF-"Politbarometer" gaben 58 Prozent der Befragten an, ein Eingreifen der USA und westlicher Verbündeter könnte die Lage in Syrien weiter zuspitzen. Maas sagte: "Für uns ist wichtig, dass die Möglichkeiten, die es gibt, genutzt werden, um insbesondere unsere Erwartungen an Russland noch einmal zu formulieren". "Ihr solltet nicht Partner eines Tieres sein, das mit Gas das eigene Volk tötet und sich daran erfreut". Syrien reagierte äußerlich gelassen. Macron ließ erklären, Frankreich werde seine Pflicht tun und seiner Verantwortung gerecht werden. "Wir haben den Beweis, dass (.) Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Regime von Baschar al-Assad verwendet wurden", sagte Macron am Donnerstag in einem Interview des Senders TF1. "Dennoch hoffen wir, dass der gesunde Menschenverstand letztlich die Oberhand behält", meinte er in einer Rede vor ausländischen Diplomaten im Kreml.

Der britische Sender "BBC" berichtete am Abend, Premierministerin Theresa May stehe bereit, die britische Beteiligung an einer Militäraktion zu genehmigen. Je mehr Trump innenpolitisch unter Druck gerate, desto höher sei die Kriegsgefahr. Russland hat die mutmaßliche Giftgasattacke in Syrien als einen von Rebellen inszenierten Vorfall eingestuft und unabhängige Experten eingeladen, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen.

Sie warf den USA außerdem vor, mit dem angekündigten Raketenangriff Beweise für den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz vernichten zu wollen. Für Deutschland bedeute das, dass man alle Aktivitäten im UN-Sicherheitsrat und die Arbeit der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) unterstütze. Nach Informationen der "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" räumt die syrische Armee Militärstützpunkte - wahrscheinlich in Erwartung baldiger Bombardements. Auch die Motive für den mutmasslichen C-Waffen-Angriff sind bisher ungeklärt: Das russische Verteidigungsministerium hatte sich bereits am letzten Mittwoch mit den Rebellen der "Armee des Islam" auf eine Evakuierung verständigt, die auch am gestrigen Montag mit der Abfahrt von mehr als 30 Bussen fortgesetzt wurde.

Es gebe Gespräche mit den Verbündeten Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Großbritannien, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Innerhalb der nächsten Tage könnten Luft-Boden-Raketen und Marschflugkörper eingesetzt werden, und es könne zur Störung von Navigationsgeräten kommen. An Spekulationen über einen Militäranschlag als Antwort auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz wollte sich Merkel nicht beteiligen. Und dann munter weitermorden.

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