Die Angst vor Alzheimer

Einstellen Kommentar Drucken

Nicht erst seit der Diskussion um Fahrverbote für Autos mit Dieselmotoren, beschäftigt sich die Menschheit wieder mit Feinstaub. Untersuchungen von Gehirnen Verstorbener legen einen Zusammenhang nahe.

Nach Angaben der Forscher sind 99,5 Prozent der jungen Stadtbewohner von Mexiko-City von den Merkmalen der Alzheimer-Krankheit betroffen. In der Metropole herrscht Dauersmog. Auch die Ozonwerte sind hoch. Das jüngste untersuchte Gehirn stammte von einem gerade einmal elf Monate alten Kind. Bereits bei einem solch jungen Organ stellten die Forscher etwas Bemerkenswertes fest: Die Obduktion offenbarte Ablagerungen von Feinstaub im Gehirn, die auf eine spätere Erkrankung mit Alzheimer hinwiesen. Auch dieses wies bereits Ablagerungen im Gehirn auf, die auf eine spätere Alzheimer-Demenz hinweisen.

Alzheimer ist eine Autopsie im Gehirn, die durch Eiweißpartikel sichtbar wird. Laut den Forschern beginnt Alzheimer schon im Hirnstamm von Kleinkindern. Laut der US-Umweltbehörde EPA liegt in Mexiko-City die Belastung deutlich über den Grenzwerten.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V. Dies sei als eine "schwere Gesundheitskrise" zu betrachten.

Bislang gilt Feinstaub vor allem als Risikofaktor für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Den Ergebnissen der US-Wissenschaftler folgend, kommt nun mit Alzheimer ein weiterer Risikofaktor hinzu. Die Kleinstteilchen werden in der Luft verwirbelt und können bis zu 1000 Kilometer weit fliegen. Einen Schwellenwert gibt es dabei offenbar nicht.

Comments