Dank Transplantation erhält Franzose drittes Gesicht

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"Das zweite Gesicht habe ich sofort akzeptiert". Für einen Mann, der durch all das gegangen sei - vergleichbar sei es mit einem Atomkrieg - gehe es dem Patienten laut dem Mediziner gut. Er habe sogar schon einen Wochenendausflug in die Bretagne unternehmen können. O hne Gesicht blieb er für zwei Monate im Krankenhaus, wie das Portal Telegraph berichtet. Eine Abstoßungsreaktion nach der ersten Operation machte die zweite notwendig.

"Wenn ich dieses neue Gesicht nicht akzeptiert hätte, wäre es schrecklich gewesen". Zu diesem Zeitpunkt war er 35 Jahre alt. Nach Aussage der Ärzte geht es dem Patienten gut.

Seine erste Transplantation im Jahr 2010 war ein Erfolg, aber er erkältete sich 2015 und erhielt Antibiotika, berichtet die "BBC". Das bittere Resultat: das transplantierte Gewebe begann nach und nach abzusterben.

Jérôme Hamon erhielt das Gesicht eines 22-Jährigen Spenders. Er hatte in dieser Zeit keine Gesichtshaut, keine Augenlider, keine Ohren, konnte weder sprechen noch essen. Kommunizieren konnte er nur durch leichte Kopfbewegungen, oder indem er schrieb.

"Wenn man keine Haut hat, hat man Infektionen", erklärte Lantieri. Seine Ärzte entschieden im November 2017 schließlich, das Gewebe erneut zu entfernen. So ist etwa Medizinern in den USA die sensationelle Transplantation einer Schädeldecke gelungen. Dies sollte verhindern, dass im Blut kreisende Antikörper das neue Gesicht angreifen.

In Frankreich wurde bei einem Mann nach der Abstoßung des ersten Transplantats eine weitere Gesichtstransplantation durchgeführt.

Ein Franzose ist der erste Mensch der Welt, bei dem zwei Gesichtstransplantationen durchgeführt wurden. Der Spender war 22. "Also bin ich 20 Jahre jünger geworden", witzelte er am Dienstag im französischen Fernsehen.

Doch endlich ein Hoffnungsschimmer: das Gesicht eines 22-jährigen Mannes kam für die Transplantation in Frage.

Andere Ärzte, die bereits Gesichtstransplantationen vorgenommen haben, erklären, mit Abstoßungen und einer begrenzten Haltbarkeit müsse man rechnen. "Es wird aber wahrscheinlich häufiger vorkommen, dass es irgendwann ersetzt werden muss", sagt Pomahac. Noch wissen Ärzte deshalb nicht, wie lange die Transplantate überdauern.

"Vielleicht haben manche Patienten Glück, und ihr Gesicht wird länger Bestand haben".

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