Zecken-Alarm! Zahl der Risikogebiete in Sachsen steigt

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In Mitteldeutschland gibt es fünf neue Risikogebiete für durch Hirnhautentzündungen, kurz FSME. Nun ist auch der Erzgebirgskreis vom Robert-Koch-Institut offiziell als Risikogebiet eingestuft worden - genauso wie Zwickau und Bautzen.

Durch einen Zeckenbiss kann auch die sogenannte Lyme-Borreliose übertragen werden. Die Zahl der betroffenen Stadt- und Landkreise hat sich im Vergleich zum Vorjahr um zehn erhöht. In Thüringen sind der Ilm-Kreis und der Stadtkreis Suhl hinzugekommen.

Als FSME-Risikogebiete gelten fast ganz Bayern und Baden-Württemberg. Auch Südhessen, das südöstliche Thüringen sowie Teile von Rheinland-Pfalz, des Saarlands und Sachsens sind betroffen. Alle grenzen an bereits bestehende Risikogebiete in Deutschland oder Tschechien.

Auch aus anderen Bundesländern ohne FSME-Risikogebiete wurden vereinzelte Erkrankungen gemeldet. Mit dem warmen Wetter werden Zecken wieder aktiv und die Gefahr von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) steigt. Das Robert Koch-Institut registrierte im vergangenen Jahr knapp 500 Erkrankungsfälle.

Experten beobachten seit einigen Jahren, dass sich FSME-infizierte Zecken in Deutschland weiter vom Süden in den Norden ausbreiten. Zudem sollte nach einem Aufenthalt im Freien der Körper nach Zecken abgesucht werden. Zecken lauern nicht nur in Wäldern und auf Wiesen auf Wirte. Die Mehrzahl (97 Prozent) der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war dem RKI zufolge gar nicht oder unzureichend geimpft.

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