Deutschland lebt ab heute auf Kredit

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Die Menschen in Deutschland lebten dann für den Rest des Jahres auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im Süden, teilte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit.

Unter dem ökologischen Fußabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Nach Angaben von Global Foodprint, dem Zentrum für ökologische Forschungen hat Deutschland seine natürliche Ressourcen ab dem 1. Mai verbraucht.

Deutschland hat an diesem Mittwoch rein rechnerisch seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 aufgebraucht. Diese waren wegen eines milden Winters von 2013 auf 2014 leicht gesunken.

"Würden alle Länder weltweit so haushalten wie Deutschland, bräuchten wir drei Erden", meldet die Umweltorganisation Germanwatch. Im globalen Vergleich liegt die Bundesrepublik im oberen Viertel. Vor allem bei den Emissionen aus der Energieversorgung und dem Verkehr bestehe dringender Handlungsbedarf, so Otten.

Im August wird der sogenannte globale Erdüberlastungstag erwartet.

Aber auch der Flächenbedarf für die Fleischproduktion und die Überlastung der Böden durch Düngemittel überfordere den Planeten. "Die neue Bundesregierung muss die Klima- und die Agrarpolitik zusammen denken", forderte Lena Michelsen vom Entwicklungsnetzwerk Inkota in der gemeinsamen Mitteilung. Das sei bezeichnend und vergleichbar mit einer Krankheit, für die der Arzt keinen Namen und keine echte Therapie habe. Berechnet wird dieser Tag mit dem ökologischen Fußabdruck, den die Weltbevölkerung ingesamt Jahr für Jahr hinterläßt. Bei der Berechnung werden zwei Komponenten gegenübergestellt: Einerseits die biologische Kapazität der Erde, Ressourcen aufzubauen und Abfälle wie CO2-Emissionen aufzunehmen. Andererseits der gesamte Bedarf an natürlichen Ressourcen, den die Menschen für ihre derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen. Berechnungsgrundlage sind UN-Daten.

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