Spotify: Musik von R. Kelly aus Playlisten entfernt

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Wie ein Sprecher des schwedischen Streamingdienstes mitteilte, wurde der Sänger mitsamt seiner Musik aus allen Playlisten und Empfehlungen von Spotify gekickt. Aber jetzt soll diese Form der Verbreitung deutlich eingeschränkt werden. Abrufbar sind sie aber weiterhin.

R. Kelly muss sich mit massiven Vorwürfen mehrerer Frauen auseinandersetzen.

Wenn ein Künstler "besonders schädliche oder hasserfüllte" Taten begehe, beispielsweise Gewalt gegen Kinder oder sexuelle Gewalt, könne dies die Art der Zusammenarbeit "verändern", erklärte Spotify zu der Entscheidung.

Seit Jahrzehnten werfen Frauen dem US-Popstar sexuellen Missbrauch und andere Vergehen vor. Allerdings werde Wert darauf gelegt, dass die Musikangebote in dem Streamingdienst "unsere Werte spiegeln".

Nach einem Bericht der New York Times hat Spotify die gleichen Maßnahmen gegen den bereits verurteilten US-Rapper XXXTentacion ergriffen. In einem offenen Brief hieß es vor wenigen Tagen: "Wir fordern angemessene Ermittlungen und Untersuchungen der Vorwürfe gegen R. Kelly, die von Frauen und ihren Familien nun seit über zwei Dekaden erhoben werden". Spotify habe den Schritt auf Grundlage "falscher Anschuldigungen" beschlossen und arbeite zudem mit Künstlern zusammen, gegen die ebenfalls Anschuldigungen vorliegen.

Herber Schlag für den R&B-Künstler R. Kelly (51, "I Believe I Can Fly"). Zwar wurde seine Musik nicht gänzlich gelöscht, jedoch verzichte man ab sofort auf jegliche Promotion von R. Kelly.

Bereits im August 2017 hatte Spotify rund zwanzig Musikgruppen wegen mutmaßlicher Verbreitung von Hassbotschaften aus dem Angebot gestrichen.

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