Bundestrainer Löw muss maximal 35 WM-Spieler der FIFA melden

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Exakt einen Monat vor Beginn der Fußball-WM in Russland muss Bundestrainer Joachim Löw heute dem Weltverband eine erste Liste mit maximal 35 Spielern melden. "Und auch mein Bauchgefühl, meine Intuition spielt bei der Nominierung eine wichtige Rolle", hatte der 58-jährige Löw zu seiner mit Spannung erwarteten Auswahl erklärt. Es sei ein Punkt erreicht, "an dem sich Manuel fragen muss, ob er sich in dieser Situation noch einen Gefallen tut", sagte der frühere Nationaltorhüter Kahn der "Bild am Sonntag". Löw wird dann morgen in Dortmund seinen vorläufigen WM-Kader bekanntgeben. Das größte Fragezeichen steht hinter Kapitän und Torwart Manuel Neuer, der nach einem Mittelfußbruch seit September 2017 nicht mehr spielen konnte. Aber es gilt sein Grundsatz: "Wir brauchen im Sommer eine Topleistung, 23 Spieler, die diese Leistung abrufen können und teamfähig sein müssen". Am Dienstag wird man dann aber wissen, wer noch eine Chance auf die WM hat und mit ins Trainingslager nach Südtirol fährt, das am 23. Mai beginnt. "Wir brauchen daher auch Spieler, die flexibel und variabel einsetzbar sind", hat Löw bereits angekündigt. Gleich 15 Profis, die im Vorjahr die WM-Generalprobe gewannen, könnten in Russland wieder dabei sein. Dazu werden noch bis zu zehn Weltmeister ihre Erfahrung einbringen. "Aber die 2014er-Weltmeister-Mannschaft hat gezeigt, dass am Ende dieser Spirit, dieser Geist ganz entscheidend ist". Ich akzeptiere, wenn es nicht klappt. Dazu zählen unter anderem die wohl sicher gesetzten Spieler: Mats Hummels, Sami Khedira, Mesut Özil, Thomas Müller, Julian Draxler, Toni Kroos und Matthias Ginter. "Das ist eine schwere Entscheidung für die Verantwortlichen". Eine Vorsichtsmaßnahme, übermittelte Khedira, "es ist nichts zu befürchten".

Emre Can ist wegen einer Rückenverletzung beim FC Liverpool seit Wochen nicht spielfähig. Der Gladbacher Lars Stindl und der Hoffenheimer Serge Gnabry mussten ihre WM-Hoffnungen wegen Verletzungen bereits begraben. Dafür könnte sich für den Dortmunder Marco Reus nach der verpassten WM 2014 und EM 2016 endlich der Turniertraum erfüllen. Weltmeister Shkodran Mustafi wurde von Löw schon längere Zeit nicht mehr eingeladen.

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