"Einvernehmliche Entscheidung" Nach Abstieg: Braunschweig trennt sich von Lieberknecht

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Der Coach hatte keinen gültigen Vertrag für die 3. Liga und erhält auch keinen neuen Kontrakt.

Eintracht Braunschweig hat sich nach dem Abstieg in die 3. Fußball-Liga von seinem Trainer Torsten Lieberknecht getrennt.

Lieberknecht stehe für Kontinuität, was man im heutigen Fußballgeschäft kaum noch finde. "Wirtschaftlich ist das eine Katastrophe", sagte Ebel. Die Fußballer von Eintracht Braunschweig hatten sich am Montag nicht mehr auf dem Gelände des abgestürzten Traditionsclubs blicken lassen. Eintrachts Sportlicher Leiter Marc Arnold werde in den nächsten zwei Wochen einen neuen Trainer präsentieren, teilte der Klub mit.

"Es ist ein schwerer Tag, mehr kann ich jetzt noch nicht dazu sagen, weil die Gefühlswelt noch komplett leer ist", sagte Lieberknecht nach dem Spiel in Kiel. Weinend hatte er sich von den mitgereisten Anhängern verabschiedet, die ihn noch vor einer Woche beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit einer beeindruckenden Choreographie für sein zehnjähriges Jubiläum geehrt hatten. "Ich hatte bei der Eintracht eine außergewöhnliche Zeit, die ich mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen verbinde und für die wir uns alle natürlich einen anderen Abschluss gewünscht hätten", wird Lieberknecht zitiert.

Schon während der Saison hatte es allerdings deutliche Dissonanzen zwischen dem Coach und den Bossen gegeben. Doch letztendlich hielten die Entscheider bis zum (bitteren) Ende an Lieberknecht fest. Danach gehörte Braunschweig zu den stärkeren Zweitliga-Teams, im vergangenen Jahr scheiterten Lieberknecht und sein Team erst in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg am erneuten Bundesliga-Aufstieg.

Am 12. Mai 2008 hatte der damals 34 Jahre alte Lieberknecht den Trainerjob von Benno Möhlmann in Braunschweig übernommen, der Klub gehörte zu diesem Zeitpunkt noch der Regionalliga Nord an. Lieberknecht und Arnold versäumten es, den Kader zu erneuern.

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