Innogy laufen die Kunden davon

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Der Energiekonzern rechnet mit Verlusten im Bereich Elektromobilität.

Innogy steht im Zentrum einer Neuordnung der Energiebranche in Deutschland. Das bereinigte Nettoergebnis sank mit 11 Prozent auf 610 Millionen Euro noch deutlicher, weil auch das Finanzergebnis schwächer ausfiel als vor Jahresfrist.

Der RWE-Tochter rannten binnen eines Jahres eine Viertelmillion Kunden davon. Vor allem im Vertriebsgeschäft musste Innogy wegen des hohen Wettbewerbsdrucks Federn lassen - zahlreiche Kunden kehrten dem Unternehmen den Rücken. An der Jahresprognose hielt Innogy-Chef Uwe Tigges dennoch fest. Im Geschäft mit der Elektromobilität erwartet das Management 2018 einen Verlust von 50 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat hatten in der vergangenen Woche keine Empfehlung für die Offerte abgegeben. Weil bei Eon im Zuge der Transaktion 5000 Stellen gestrichen werden sollen, haben die Innogy-Mitarbeiter Sorgen um ihre Arbeitsplätze. In der am Freitag mit den Gewerkschaften erzielten Einigung, wonach betriebsbedingte Kündigungen praktisch ausgeschlossen werden, sieht das Management nur einen Schritt in die richtige Richtung. Während Innogy mit den erneuerbaren Energien und den Netzen mehr verdiente, ging der operative Gewinn des Vertriebsgeschäfts um 14,2 Prozent zurück. Dies lag neben sinkenden Kundenzahlen auch an höheren Beschaffungskosten wegen des kalten Wetters und einem daraus folgenden höheren Stromverbrauch. Innogy will sich von Npower trennen und das Geschäft mit dem britischen Wettbewerber SSE fusionieren, da der Markt in Großbritannien hart umkämpft ist.

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