Deutsches BIP steigt im ersten Quartal um 0,3 Prozent

Einstellen Kommentar Drucken

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2018 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3% höher als im vierten Quartal 2017.

Die deutsche Wirtschaft ist auch zum Jahresbeginn gewachsen, das Tempo hat sich aber abgeschwächt, so das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung. Mal in Folge. Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft in der längsten Aufschwungphase seit 1991. Das soll bis 2019 knapp eine Million mehr Jobs geben. Die Bundesagentur für Arbeit ermittelte im April 5,3 Prozent Arbeitslosenquote, -0,2 Prozentpunkte weniger als im März. Für das laufende Jahr rechnete sie zuletzt mit einem Plus von 2,3 Prozent und für das kommende Jahr mit 2,1 Prozent. Im Produzierenden Gewerbe arbeiten 107.000 mehr als vor einem Jahr (+11,3 Prozent) - 18.000 verlorene Jobs in Land- Forstwirtschaft und Fischerei (- 3,1 Prozent) und 67.000 bei den Selbständigen (- 1,6 Prozent) wurden locker kompensiert. Daneben verlor nach vorläufigen Berechnungen die außenwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik, weil sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorquartal rückläufig waren. Zudem schwächten sich die Konsumausgaben des Staates erstmals seit knapp fünf Jahren ab und dämpften das Wirtschaftswachstum.

Im Inland legten hingegen die Investitionen kräftig zu. Die privaten Haushalte erhöhten ihre Konsumausgaben zum Jahresbeginn nach Angaben der Statistiker leicht.

BerlinDas Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone hat zu Jahresbeginn deutlich nachgelassen.

Aktienanleger bewerten die Aussichten für die deutsche Konjunktur wegen des Handelskonflikts weiterhin so schlecht wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Es blieb damit klar unter dem langfristigen Durchschnittswert von plus 23,4 Punkten.

Für Unsicherheit sorgte zuletzt auch die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA. Eine BIP-Wachstumsrate von spürbar über zwei Prozent im Jahresdurchschnitt wird damit schwierig zu erreichen. Allerdings ist festzustellen, dass die Binnennachfrage weiterhin stark war. Gebremst hat im ersten Quartal vor allem der Außenhandel. "Wir gehen von einer Erholung der Konjunkturdynamik im Jahresverlauf aus und erwarten Raten von etwa 0,5 Prozent pro Quartal", wird ein Analyst der BayernLB zitiert.

Comments