Ebola-AusbruchWHO schickt Impfdosen in den Kongo

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Nach einer Pressemitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bereits 35 Verdachtsfälle gemeldet. 18 Menschen starben bereits. Insgesamt waren 4000 Dosen eines experimentellen Impfstoffs in die betroffene Provinz im Nordwesten des Landes geschickt worden. Eine Übertragung der Viren geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten.

Die WHO will in dieser Woche mit einer Impfkampagne in der Gegend beginnen. Er wurde bereits mit erstem Erfolg in der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet.

Da der Impfstoff bei Temperaturen zwischen minus 80 und minus 60 Grad Celsius aufbewahrt werden muss, ist sein Transport in die entlegene Region äußerst aufwendig. Besonders Kongo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik seien wegen eines gemeinsamen Fluss-Systems gefährdet. Die Organisation bereite sich deshalb auf das schlimmste Szenario vor, hieß es.

Trotzdem hat selbst das mehrere tausend Kilometer entfernte Nigeria seine Gesundheitsbehörde auf den Plan gerufen: Auf den Flughäfen des bevölkerungsreichsten Staats ganz Afrikas wurden zusätzliche Gesundheitskontrollen eingerichtet.

Im Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen. Im Kongo war die Ebola-Seuche zuletzt im Jahr 2017 aufgetreten. Bei einem Ausbruch 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11 000 Menschen.

Als erwiesen gilt außerdem, dass das Virus von Tieren übertragen wird: Als Überträger stehen vor allem Affen und Fledermäuse in Verdacht, die von der lokalen Bevölkerung gerne gegessen werden.

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