Niederländische Regierung stoppt Kaspersky

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Auch die niederländische Regierung wird die Software aus Sicherheitsgründen nicht länger einsetzen.

Das US-Heimatschutzministerium erklärte damals, man sei wegen Verbindungen zwischen Firmenvertretern und russischen Geheimdiensten besorgt. In Großbritannien warnte die für IT-Sicherheit zuständige Behörde NCSC heimische Ministerien vor der Verwendung von russischen Anti-Virus-Programmen. Nach russischer Gesetzgebung müssten "Unternehmen wie Kaspersky die russischen Geheimdienste unterstützen im Ausüben ihrer Aufgaben, wenn diese Dienste das fordern". Konkrete Fälle von Spionage gibt es nach den Worten des Ministers nicht. Auch Litauen hat ein Verbot von Kaspersky-Software erlassen und erklärt, diese könne die nationale Sicherheit gefährden. Außer für Behördenrechner gilt die neue Vorschrift auch für Computer von Unternehmen und Organisationen, die unter die Allgemeinen Sicherheitsanforderungen für Verteidigungsaufträge (Algemene Beveiligingseisen Defensie Opdrachten, ABPO) fallen.

Was bereits Ende März vermutet wurde, bestätigt sich nun: Kaspersky Lab verlagert im Rahmen seiner globalen Transparenzinitiative eine Reihe wichtiger Prozesse von Russland in die Schweiz, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Über die Entscheidung aus Den Haag sei das Unternehmen enttäuscht, berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP. "Es hat den Anschein, dass unser Unternehmen Opfer von geopolitischen Entwicklungen ist", sagte ein Sprecher.

Ebenso wird die Finalisierung der Software-Produktion nach Zürich verlegen. Dort sollen auch Daten von Kunden aus Singapur, Australien, Japan und Südkorea gespeichert und verarbeitet werden. Weitere Länder sollen folgen.

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