Penny macht mit wundersamer Aktion auf das Bienensterben aufmerksam

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Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland bei Penny, warnte, die Natur könnte "unwiederbringlich" verstummen.

Die Kunden wurden vor der Aktion nicht informiert und reagierten geschockt auf die fast leeren Regale. Von den 2.500 Artikeln im Sortiment sind etwa 60 Prozent direkt oder indirekt betroffen. "Wir haben auf den Aha-Effekt gesetzt", sagte Unternehmenssprecher Andreas Krämer.

Auch der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) war mit von der Partie. "Ohne sie hätten wir sehr stark ausgedünnte Supermärkte - und dieses Problem träfe uns dann alle!"

Lesen Sie hier, was jeder von uns tun kann um die Biene zu retten.

Neben Obst und Gemüse wurde auch jegliche Schokolade, Gummibärchen mit Bienenwachsüberzug, Gewürze, mariniertes Fleisch und Toilettenpapier mit Kamillenblütenduft weggeräumt. Es werde einmal mehr deutlich, wie groß der Handlungsbedarf für das seitens der neuen Bundesregierung angekündigte Aktionsprogramm Insektenschutz sei, so Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu.

Um auf die Folgen des Insektensterbens aufmerksam zu machen, entfernte der Discounter Penny in einer Aktion mit dem Naturschutzbund Nabu und dem Landwirtschaftsministerium aus Nordrhein-Westfalen aus einer Filiale in Langenhagen alle Produkte, die es ohne die Bienen nicht mehr gäbe. Die Artenzahl der Insekten habe sich in den vergangenen 20 Jahren drastisch reduziert. Klar ist aber: Pestizide und Monokulturen vertreiben Falter, Bienen und ihre Artgenossen immer mehr vom Land und fördern das Artensterben.

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