Stern berichtet ARD-Journalist Seppelt erhält Russland-Visum

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Im Fall des ARD-Journalisten Hajo Seppelt, dem von der russischen Staatsführung die Einreise verweigert wird, hat sich nun auch die Bundesregierung zu Wort gemeldet. Seppelt wird entsprechend auch nicht als Kritiker, sondern als Gegner betrachtet.

Offenbar war nicht nur appelliert worden, sondern hinter den Kulissen konkret um eine Rücknahme des Einreiseverbots für den ARD-Journalisten gearbeitet worden. Seppelt, der das Staatsdoping 2014 in Russland mit aufgedeckt hatte, stehe auf der Liste der "unerwünschten Personen". Die ARD wertete dies als "beispiellosen Eingriff in die Pressefreiheit". "Wir setzen uns nachdrücklich dafür ein, dass diese Entscheidung revidiert wird", sagte BMI-Sprecherin Maria Adebahr. Die Freiheit der Medien sei von überragender Bedeutung für die FIFA.

Detlev Pilger, sportpolitischer Sprecher der SPD, nahm den Deutschen Fussball-Bund (DFB) in die Pflicht, "sich als Schwergewicht im Weltfussball bei der Fifa für einen freien Journalismus einzusetzen".

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"Es muss ein Gespräch mit dem russischen Außenminister geben!"

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Seppelt recherchiert seit Jahren zu Doping im Spitzensport. "Andererseits hat aber auch die ARD eine Sorgfaltspflicht ihren Mitarbeitern gegenüber", betonte Laaser und sprach den Sicherheitsaspekt für Seppelt bei der Arbeit in Russland an. Die Enthüllungen führten zum Ausschluss russischer Leichtathleten von internationalen Wettkämpfen. Seppelt sagte, bei einem Großereignis wie der Fußball-WM hätte er nicht damit gerechnet, dass Russland sich nicht an die Verträge mit der FIFA halte. Der Dopingexperte müsse in Russland auf jeden Fall Personenschutz erhalten, "damit Liebhaber seines ›journalistischen Talents‹ ihn nicht zufällig verprügeln". Auch der Sportjournalist Wassili Utkin kritisierte das Vorgehen der Behörden. "Wir haben nichts zu verbergen und nichts zu fürchten", schrieb der Moderator.

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