Arnold Schwarzenegger beim Klimagipfel in der Hofburg

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Die Aktivistin, die im Namen der Organisation "System Change, not Climate Change" ("Systemwandel, nicht Klimawandel", Anm.) sprach (ganze Rede hier), kritisiert Kurz (in seinem unmittelbaren Beisein) für die "desaströse" und "planlose" Klimastrategie von VP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger, für die zu wenige Mittel zur Verfügung stünden.

Die Aufmachung der Konferenz passt zu deren Veranstalter, Arnold Schwarzenegger, der sie als "Gipfel der Action Heroes" bezeichnet. "Und die Eier bekommt der Kongress, denn die fehlen ihm", sagte Schwarzenegger.

Politiker, Wirtschaftstreibende und Aktivisten aus aller Welt nehmen an dem Gipfel teil. Arnold Schwarzenegger wird beim Umweltgipfel seiner Klimaschutzinitiative R20 wieder persönlich anwesend sein und dort auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßen. "Das sind mehr Tote als durch Aids, als durch Tuberkulose", sagte der 70-Jährige, "mehr als durch Kriege getötet werden", unterstrich er die Dringlichkeit eines raschen Handelns.

Was die Energiewende betrifft, so rief Schwarzenegger zu mehr Optimismus und Aktivität auf. "Das zeigt, dass Klimaschutz ein Thema ist, das bewegt", lautete der Kommentar des Kanzlers auf die Aktion. Er hielt fest, dass die Frage nicht jene nach "Wachstum oder Nachhaltigkeit" sei, sondern dass es um ein nachhaltiges Wachstum gehe. Der CO2-Ausstoß steige anstatt zu sinken. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Allianz mit anderen Mitgliedstaaten zu bilden und einen CO2-Mindestpreis auf EU-Ebene einzuführen. Der Pariser Klimavertrag sei zwar historisch, "ob er reicht, ist aber nicht sicher", stellte Van der Bellen fest. Der Umstieg von fossilen auf CO2-neutrale Energien sei "nicht weniger als eine neue industrielle Revolution". Dieser Mindestpreis sollte einerseits neben dem Emissionshandel eingeführt werden und zugleich so hoch sein, dass die gewünschten Lenkungseffekte eintreffen, betonte die Politikerin. Mit den lukrierten Geldern würden zudem Investitionen in den Klimaschutz ermöglicht.

Unterstützung für ihr Vorhaben, das im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft angegangen werden soll, bekam Köstinger von der französischen Staatssekretärin Brune Poirson. Auch sie trat für einen "ambitionierten" Preis ein, und zwar von 25 bis 30 Euro pro Tonne CO2. Sie will mit lokalen und regionalen Ansätzen dabei helfen, globale Ziele zum Klimaschutz und zur Förderung einer grünen Wirtschaft zu erreichen.

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