Bau von umstrittener Gas-Pipeline Nord Stream 2 hat begonnen

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Demnach haben die Arbeiten für die neue Erdgas-Pipeline im Greifswalder Bodden mit seeseitigen, vorbereitenden Arbeiten für die spätere Rohrverlegung angefangen. Nord-Stream-Aufsichtsratschef ist Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), bei Nord Stream 2 ist er Präsident des Verwaltungsrats.

Laut Planfeststellungsbeschluss des Bergamts Stralsund sind die Arbeiten ab Dienstag möglich. Es fehlt aber noch grünes Licht aus Dänemark, Russland und Schweden. "Nord Stream 2" soll russisches Erdgas über die Ostsee nach Mittel- und Westeuropa transportieren. Damit kann der Energiebedarf von mehr als 26 Millionen europäischen Haushalten gedeckt werden. Dazu kommen aber als "Unterstützer" die deutschen Konzerne Wintershall - eine Tochter der BASF - und Uniper (Abspaltung von Eon) sowie die niederländisch-britische Shell, Engie (einst GDF Suez) aus Frankreich und OMV aus Österreich. "(Das Projekt) wird Deutschland in einen Gashub verwandeln, was sehr großes Geld bedeutet, das in einen ernsthaften politischen Einfluss konvertiert werden könnte", fuhr Mirsajan fort. Länder wie Polen und die baltischen Staaten treibt die Sorge vor einer zunehmenden Abhängigkeit der EU von russischen Gaslieferungen um. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt gesagt, die Ukraine müsse auch weiterhin eine Rolle als Transitland spielen.

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