Berliner Balanceakt im Gasstreit zwischen Kiew und Moskau

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Sie gaben ihm aber immerhin genug Anlass, spontan auf dem Rückweg nach Berlin noch einmal in Kiew zu landen und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko von seinen Treffen zu berichten.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat der Ukraine im Gas-Streit mit Russland deutsche Unterstützung zugesagt. "Die deutsche Regierung kann vermitteln, weil Deutschland und die deutsche Wirtschaft eine wichtige Rolle bei dem Projekt spielen", sagte Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der Deutschen Presse-Agentur. Im Mittelpunkt der Verhandlungen soll die Zukunft des Projektes der Gaspipeline Nord Stream 2 und der Ukraine als eines Transitlandes für die Lieferungen des russischen Erdgases nach Europa stehen.

Auf das bevorstehende Treffen mit dem Bundeswirtschaftsminister eingehend, betonte der ukrainische Energieminister erneut, "Nord Stream 2 sei kein wirtschaftliches Projekt, es sei durchaus ein politisches Projekt, das darauf gerichtet sei, um die Ukraine aus dem Transit des russischen Erdgases zu drängen". Die Arbeiten für das Milliardenprojekt sollen im Frühjahr beginnen und Ende 2019 fertig sein. Aus Österreich ist die OMV mit von der Partie. Er hatte der Ukraine in der Debatte um Nord Stream 2 Unterstützung signalisiert. Die Einnahmen daraus sind immens wichtig für das Land. Die Reise soll auch der Vorbereitung des Spitzentreffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag (18. Mai) in Sotschi dienen. Auch Russland habe ein Interesse daran, dass bestehende Spannungen abgebaut werden, sagte der Minister.

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