Diplomatie: Bericht: Nordkorea droht mit Absage des Gipfeltreffens mit den USA

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Seoul - Nordkorea hat offenbar damit gedroht, das angekündigte Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un platzen zu lassen. Zudem sagte Pjöngjang für Mittwoch geplante hochrangige Gespräche mit Südkorea ab, wie Yonhap am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. "Das sind Dinge, die wir auf der ganzen Welt machen", sagte sie. So simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe mit den sogenannten "Max Thunder"-Übungen Attacken auf den Norden - dies sei eine Provokation inmitten der Erwärmung der innerkoreanischen Beziehungen". Für Mittwoch geplante Gespräche auf hoher Ebene zwischen den beiden Koreas in der Grenzstadt Panmunjeom wurden mit der gleichen Begründung abgesagt. Dabei hätte die "Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden" geschaffen werden sollen. Der Krieg (1950-1953) zwischen dem kommunistischen Nordkorea und der Republik Südkorea mit mehreren Millionen Toten zementierte die Spaltung.

Doch offensichtlich sieht der Norden wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt - und wirft den USA eine Mitschuld vor.

Bei dem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen von Kim mit Trump am 12. Juni in Singapur soll es um eine friedliche Lösung des Atomstreits gehen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In hatten die Erklärung Ende April bei einem Gipfeltreffen verabschiedet und erklärt, den seit sieben Jahrzehnten währenden Kriegszustand noch in diesem Jahr beenden zu wollen. Wie und bis wann die "komplette Denuklearisierung" erreicht werden soll, blieb unklar. Nordkorea droht, den Gipfel Kim-Trump zu kippen. In Punggye-ri hatte Nordkorea seine sechs Atomtests durchgeführt, den bisher letzten im September 2017.

US-Außenminister Mike Pompeo stellte dem Land bei einer vollständigen atomaren Abrüstung die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht.

Die Führung in Pjöngjang will mit der Zerstörung des Atomtestgeländes unter anderem demonstrieren, dass es das Land mit seinen Ankündigungen ernst meint und verhandlungsbereit ist.

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