Europa League: Atletico gegen Marseille Favorit im Finale

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Olympique Marseille und Atlético Madrid spielen am Mittwochaben um den Sieg in der Europa League. Doch Marseille hat einen Bonus. Er muss die Partie nach seinem jüngsten Ausraster im Semifinale gegen Arsenal von der Tribüne aus verfolgen, seinen Einspruch gegen die Sperre wies die Uefa kürzlich klar ab. "Traurigkeit" fühle er deswegen, sagte der hitzköpfige Argentinier am Dienstag.

Auf Spektakel an der Seitenlinie werden die 57.000 Zuschauer in Lyon trotzdem nicht verzichten müssen.

Nicht nur werden Atlético Madrid und Olympique Marseille, die beiden Finalisten dieser Europa-League-Saison, beim Endspiel am Mittwochabend in Lyon (20.45 Uhr/Puls 4) auf dem Rasen alles geben, sondern auch die bis zu 60.000 Anhänger auf den Rängen des erst 2016 neu errichteten Stade de Lyon - die allerdings aufgrund der unmittelbaren Nähe zu Marseille mehrheitlich den Franzosen zujubeln werden. Dass der französische Stürmer, dessen Heimatort Macon nur 45 Minuten von Lyon entfernt liegt, seit Wochen vom FC Barcelona umworben wird, "gefällt uns gar nicht", sagte Mittelfeldspieler Koke. Das Finale wird wohl zur Abschiedsvorstellung von Griezmann und würde ihm somit die letzte Chance bieten, einen großen Titel mit den Rojiblancos zu gewinnen. Er kann Tore schießen und vorbereiten.

Marseilles Schlüsselspieler meldet sich fit: Dimitri Payet kann gegen Atletico spielen. Die Spanier gehen dabei als Favorit ins Rennen um den Titel.

Atlético Madrid steht bereits zum fünften Mal im Finale eines europäischen Wettbewerbs in den vergangenen neun Jahren. Marseille, das im Halbfinale Salzburg ausgeschaltet hatte, geht dagegen als Neuling in ein Match um den Titel der 2009 eingeführten Europa League. Letzmals hatte Marseille 2004 im Endspiel des UEFA-Pokals gestanden und damals mit 0:2 gegen den FC Valencia verloren. Chancenlos ist die Mannschaft um die ehemaligen Bundesliga-Profis Luiz Gustavo und Hiroki Sakai aber längst nicht. Zehntausende in Blau und Weiß gekleidete Zuschauer werden ihre Mannschaft anfeuern, mehr als 1000 Polizisten sollen innerhalb und außerhalb der Arena für Sicherheit sorgen. "Ich hoffe, dass alles im Rahmen bleibt und nichts zerstört wird", erklärte der 32-Jährige. Und: "Ich hoffe, wir sind alle intelligent genug, um diese Party nicht zu ruinieren".

Das diesjährige Finale der UEFA Europa League läuft am Mittwoch, 16. Juni um 20.45 Uhr live auf Sport1 im Free-TV, sowie auch bei Sky.

Luiz Gustavo weiß daher um die für viele wohl einzigartige Möglichkeit, einen internationalen Titel zu holen. "Das ist ein Finale, man arbeitet sein ganzes Leben für so eine Gelegenheit", sagte der Abwehrchef, der 2013 mit Bayern die Champions League gewonnen hat. Viele Tipps könne er seinen Mitspielern aber nicht geben.

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