Gericht prüft Einheits-Mindestgröße für NRW-Polizisten

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Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Dienstag entschieden und die Klage einer 1,60 Meter großen Frau aus Duisburg abgewiesen.

Sie sei sehr sportlich und habe bereits die Einstellungsverfahren bei der Bundespolizei sowie der Polizei in Niedersachsen und Hessen bestanden, argumentierte der Anwalt der Klägerin, Thomas Pünder. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso sie für den Polizeidienst in NRW ungeeignet sein sollte. Die Mindestgröße von 1,63 Meter resultiere nicht "aus einem Bauchgefühl", sondern aus der Summe der Untersuchungen. Die Berufung lässt das Gericht nicht zu.

Die Landesregierung hatte die Einheitsgröße per Erlass festgelegt, weil die bisherigen Größen für Männer (1,68) und Frauen (1,63) vom Oberverwaltungsgericht in Münster als rechtswidrig gekippt worden waren. Ein Düsseldorfer Gericht gab jedoch dem Land recht.

Das sah das Verwaltungsgericht anders: Das Land habe nachvollziehbar dargelegt, dass eine solche Mindestgröße auch zum eigenen Schutz der Polizisten sachgerecht sei. Außerdem könne sich die aktuelle Fitness in 40 Berufsjahren verändern. "Körperliche Präsenz und Robustheit sind ganz wichtig", betont Victor Ocansey vom Landesamt der Polizei für Ausbildung. Etwa bei der Festnahme von Menschen, die Widerstand leisten, zählten nicht nur Muskelkraft, sondern auch Hebelkräfte, die größenabhängig seien.

Für die Frau steht der Polizeiberuf dennoch offen, da sie ja als Bundespolizistin die Aufnahme geschafft hat.

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