Kosten für eine Stunde Arbeit: So steht Deutschland im EU-Vergleich

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Arbeitgeber im Industrie- und Dienstleistungssektor mussten im vergangenen Jahr hierzulande im Schnitt 34,50 Euro pro Arbeitsstunde aufwenden - inklusive Lohnnebenkosten. Deutschland lag innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Rang sechs. Das waren 31 Prozent mehr als der EU-Schnitt von 26,30 Euro.

Besonders hoch waren die Arbeitskosten in der deutschen Industrie im europäischen Vergleich. Teurer sind demnach Dänemark (43,60 Euro), Belgien und Schweden (jeweils 41,70) sowie Luxemburg (37,30) und Frankreich (36,80).

Erfasst wurden Arbeitsplätze in der Industrie sowie in wirtschaftlichen Dienstleistungen, also ohne den öffentlichen Dienst.

Bei den marktbestimmten Dienstleistungen lag Deutschland mit Arbeitskosten von 31,50 Euro pro Arbeitsstunde europaweit auf dem neunten Platz (20 Prozent über dem EU-Durchschnitt und 14 Prozent unter dem Wert für Frankreich). Die niedrigsten Arbeitskosten - die sich aus Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten zusammensetzen - hat Bulgarien mit 4,90 Euro je Stunde.

Im verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland im Schnitt durchschnittlich 40,20 Euro.

Für den Vergleich zogen die Statistiker Lohnkostendaten aus den 28 EU-Staaten von der europäischen Statistikbehörde Eurostat heran. Hohe Arbeitskosten können über höhere Produktivität der Anlagen ausgeglichen werden.

Die Kosten für eine Arbeitsstunde setzen sich aus dem Bruttoverdienst für den Arbeitnehmer und den Lohnnebenkosten zusammen, beispielsweise für Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Im EU-weiten Ranking lag Deutschland im Mittelfeld auf Rang 13. Deutlich höher sind die Lohnnebenkosten in Schweden und Frankreich mit 49 beziehungsweise 46 Euro.

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