Macron verurteilt Gewalt Israels gegen Gaza-Demonstranten

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In Telefonaten mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem jordanischen König Abdullah betonte Macron die "Notwendigkeit, dass die Demonstrationen in den kommenden Tagen friedlich bleiben", teilte der Élysée mit.

Gestern hatten israelische Soldaten nach gewaltsamen Ausschreitungen an der Grenze zum Gazastreifen nach palästinensischen Angaben 58 Menschen getötet und mehr als 2.800 verletzt. Macron sei gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. "Der Status von Jerusalem kann nur zwischen den Parteien bestimmt werden, in einem unter der Schirmherrschaft der internationalen Gemeinschaft ausgehandelten Rahmen". Am Dienstag wolle Macron auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sprechen. Aus der Menge wurden Steine geworfen.

Nach Angaben von Diplomaten blockierten die USA am Montag eine Erklärung des UN-Sicherheitsrates, in welcher eine unabhängige Untersuchung der Gewalt an der Grenze des Gazastreifens gefordert werden sollte. Schwierig ist dem Vernehmen nach auch, dass die Erklärung auf eine frühere Resolution des Gremiums verweist, der zufolge kein Land seine Botschaft nach Jerusalem verlegen wird, das Israel und die Palästinenser als ihre Hauptstadt ansehen. Es ist eine brandgefährliche Geste in einer Region, in der es an Glutherden schon vorher nicht mangelte", kommentierte die französische Zeitung "Ouest France" am Dienstag: "Eine Geste, die jede Möglichkeit der Mediation aus Sicht der Palästinenser in noch weitere Ferne rücken lässt. "Ja, das stimmt, aber mit Blut". Die Reaktion der israelischen Armee sei "absichtlich und zynisch" von der Hamas provoziert worden. "Aber Israel, die einzige Demokratie in der Region, muss auch die Ethik der Verhältnismäßigkeit beachten und der Diplomatie eine Chance geben".

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