Millionen für Trump-Anwalt - Chefjurist von Novartis tritt zurück

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Chefjurist Felix R. Ehrat verlässt Novartis. Chefjurist Felix Ehrat tritt zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Ehrat leitete seit 2011 die Rechtsabteilung des Pharmakonzerns und war Mitglied der Geschäftsleitung. Novartis hoffte, dass Michael Cohen das Unternehmen in Bezug auf die Gesundheitspolitik der neuen Regierung beraten könne, wie das Unternehmen erklärte. Zu seinem Rücktritt erklärt Ehrat: "Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum". "Als Mitunterzeichner mit unserem damaligen CEO übernehme ich mit diesem Entscheid persönlich Verantwortung, um die öffentliche Debatte darüber zu beenden".

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Novartis mit der Firma des US-Anwalts zusammengearbeitet hatte. Mittlerweile sei der einjährige Vertrag mit dem Unternehmen ausgelaufen, hatte der Konzern bestätigt.

Zuvor hatte Novartis verlauten lassen, man habe gehofft, von Michael Cohen für 1,2 Mio. $ an Cohens Beratungsunternehmen gezahlt. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Novartis zollten Ehrat für seinen Rücktrittsentscheid "grossen Respekt", heisst es weiter.

Als Nachfolgerin wurde bereits Shannon Thyme Klinger berufen. Sie bekleidet derzeit noch das Amt einer Chief Ethics, Risk and Compliance Officer. Später wurde sie Global Head of Legal und General Counsel von Sandoz.

Darüber hinaus kündigt Novartis an, dass Robert Weltevreden, bisheriger Leiter Business Services bei Syngenta, zum Leiter Novartis Business Services (NBS) ernannt wird. Die Zahlung habe in keinem Zusammenhang mit der Teilnahme des Novartis-Vorstandsvorsitzenden Vas Narasimhan an einem Abendessen mit Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos gestanden. Auch er wird seine Tätigkeit am 1. Juni 2018 aufnehmen.

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