Missbrauchsprozess: Soldat bestreitet weitere Taten

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Der 39-Jährige werde in dem Verfahren vor dem Landgericht Freiburg im Laufe des Nachmittags gehört, kündigte ein Gerichtssprecher an. Vergangen habe er sich neben dem heute neun Jahre alten Jungen aber nicht an weiteren Opfern.

Der Junge wurde den Angaben zufolge von Mutter und Stiefvater Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen. Auch sie habe ihr Kind missbraucht und den Jungen zur Verfügung gestellt.

Der Soldat hat gestanden, den Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Die 48-jährige Mutter und deren 39 Jahre alter Lebensgefährte hätten das Kind hierfür im Internet angeboten. Nach seiner Festnahme habe er sich entschieden zu kooperieren. Der Mann ist einer von acht Beschuldigten in dem Fall, bei dem der Junge über Jahre von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt wurde.

Urteil im Missbrauchsprozess: Mutter verweigert die AussageIn dem Prozess am Montag trat der Mann, der wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestraft ist, als Zeuge auf. Der 50 Jahre alte Soldat der Bundeswehr müsse dauerhaft betreut werden, sagte der Sachverständige Hartmut Pleines am Dienstag vor dem Landgericht Freiburg. Einen Termin für ein Urteil gibt es Gerichtsangaben zufolge noch nicht.

Insgesamt gibt es acht Verdächtige, jeder ist einzeln angeklagt. Weitere Prozesse folgen. Die Mutter und der Stiefvater, beides Deutsche, müssen sich vom 11. Juni an in Freiburg vor Gericht verantworten. Sie stehen gemeinsam vor Gericht und gelten Justizangaben zufolge als Hauptbeschuldigte.

Nach der Vergewaltigung eines Jungen durch einen Soldaten hat ein psychiatrischer Gutachter für den Mann eine Therapie vorgeschlagen.

Die Staatsanwältin forderte nach eigenen Angaben zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung, der Verteidiger vier Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung.

Ein 37 Jahre alter Schweizer steht vom 6. Juni an wegen mehrfacher schwerer Vergewaltigung eines heute neun Jahre alten Jungen aus Staufen vor dem Landgericht Freiburg. Außerdem wird ihm schwerer sexueller Missbrauch des Kindes vorgeworfen.

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