Notrufe in einem Jahr Meistgenutzte Autobahn-Notrufsäule steht in Bayern

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Vier von fünf abgesetzten Notrufen entfielen auf Meldungen zu Pannen oder Unfällen, das verbleibende Fünftel auf Meldungen zu anderen Störungen des Straßenverkehrs.

Trotz der großen Verbreitung von Mobiltelefonen werden Notrufsäulen an Autobahnen noch häufig genutzt: Rund 60.000-mal riefen Autofahrer im vergangenen Jahr über eine der orangenen Säulen um Hilfe. Dazu kommen 12.256 Meldungen über Falschfahrer, Gegenstände oder Personen auf der Fahrbahn oder Böschungsbrände, die ebenfalls über die Säulen eingingen. In Franken steht sogar Deutschlands meistbenutzte Notrufsäule.

Die am häufigsten genutzte Notrufsäule steht an der BAB 9, München in Richtung Berlin, kurz vor der Ausfahrt Plech: Sie wurde 262-mal von Hilfesuchenden genutzt. Nach Angaben der Versicherer gibt es in diesem Bereich auf sieben Kilometer Länge noch bis Mitte 2018 eine Großbaustelle, bei der die Fahrbahn erneuert wird. Auf Platz 2 folgt die Säule Nr. 24857 auf der BAB 27 zwischen Walsrode-West und Verden-Ost, von der 154 Notrufe abgesetzt wurden. Die BAB 255, der Autobahnzubringer zwischen der Hansestadt (Abzweigung Veddel) und der A1, behauptete mit 8 Anrufen pro Kilometer die Spitzenposition.

In der Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg werden die Notrufe in zahlreichen Fremdsprachen durch Muttersprachler abgewickelt, u.a.in Englisch, Russisch, Polnisch, Französisch und Türkisch. Dies geht aus der am Dienstag von der GDV Dienstleistungs-GmbH veröffentlichten Notrufsäulenbilanz 2017 hervor. Die Notrufsäulen stehen ungefähr alle zwei Kilometer auf beiden Seiten der Autobahnen. Auf den weißen Leitpfosten weist ein schwarzer Pfeil den Weg zur nächst gelegenen Notrufsäule.

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