Onlineboom und Konzernumbau: Bei Otto sprudelt der Gewinn

Einstellen Kommentar Drucken

Laut den bereits veröffentlichten vorläufigen Zahlen steigerte der Konzern seine Umsätze um rund sieben Prozent auf fast 13,7 Milliarden Euro und damit in fast allen entscheidenden Bereichen stärker als geplant. Allein für die Web-Seite der deutschen Tochter Otto.de arbeiten 300 Spezialisten.

"Wir werden unsere Strategie stringent weiter verfolgen", sagte Alexander Birken, Chef der Otto Group. Es sei jedoch möglich, dass das Hamburger Familienunternehmen dann selbst nicht mehr die Mehrheit halten werde, erläuterte Scharner-Wolff. Nach Abzug der Steuern erhöhte sich somit der Jahresüberschuss der Otto Group von 41 auf 519 Millionen Euro.

An dem Start-up ist die Gesellschaft für Handelsbeteiligungen, hinter der Benjamin Otto steht, mit 25 Prozent beteiligt. Das Management hält selbst 2,5 Prozent. Die Gruppe konnte die selbstgesteckten Wachstumsziele dabei übertreffen - das liegt vor allem an dem Online-Geschäft.

About You wächst rasant und zählt inzwischen 2,5 Millionen Kunden. Allein die Neugründung About You - eine Mode-Online-Plattform für ein junges Publikum - verdoppelte im vergangenen Jahr ihren Umsatz.

Das System funktioniert wie ein Marktplatz, bei dem auch andere Anbieter zum Zuge kommen. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz ist About You mittlerweile auch in den Niederlanden und Belgien gestartet. Polen soll demnächst hinzukommen. Auch die zur Gruppe gehörende Witt-Gruppe profitiert davon. In den nächsten Wochen soll ein weiterer Investor ins Boot genommen werden. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um acht Prozent auf über 800 Millionen Euro - bei einer erneut sehr guten Rendite, wie Birken betonte. Insgesamt ist die Otto-Gruppe in rund 30 Ländern aktiv - Tendenz steigend. Besonders stark wuchs der digitale Handel mit einem Umsatzplus von knapp elf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Drei Viertel aller Einzelhandelsumsätze werden online erzielt.

Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um elf Prozent auf 405 Millionen Euro, obwohl das Unternehmen viel Geld in die Digitalisierung, Logistik und neue Handelskonzepte steckte.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet der Konzern ein anhaltendes Umsatzwachstums von rund fünf Prozent auf vergleichbarer Basis sowie ein operatives Ergebnis, das an das Vorjahr anknüpfen kann.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.

Comments