Schwarzer Block: Polizei fahndet öffentlich nach 101 Verdächtigen

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Gut zehn Monate nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg startet die Polizei am heutigen Mittwoch eine neue Öffentlichkeitsfahndung. "Wir reden hier nicht über Kleinigkeiten".

Während des Treffens der G20-Staaten im Juli 2017 war Hamburg von schweren Ausschreitungen erschüttert worden. Polizeisprecher Timo Zill bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der Gesuchten. Auf einem Pressetermin wollen Polizei und Staatsanwaltschaft eine Zwischenbilanz der im Dezember begonnenen ersten Öffentlichkeitsfahndung vorstellen und zugleich erläutern, wie nun auch polizeiintern in mehreren anderen Ländern Europas nach Verdächtigen gefahndet werden soll. 35 der 107 gesuchten Verdächtigen - knapp 33 Prozent - seien identifiziert worden. Gipfelgegner griffen Polizisten an, setzten Autos in Brand und plünderten Geschäfte.

► Danach werden derzeit von den 145 Beamten der Soko ein Terabyte Videomaterial sowie 10 Terabyte Dateien aus externen Quellen (also auch von anonymen Einsendern) geprüft und gesichtet. Insgesamt gebe es 733 Beschuldigte, von denen 140 Ausländer seien. Die dort laufende polizeiinterne Fahndung habe bereits erste Hinweise erbracht.

Hinzu kommen noch 450.000 Stunden Videomaterial der Hochbahn, die ausgewertet werden müssen - eine Mammut-Aufgabe!

Oberstaatsanwalt Michael Elsner: "Es gelang dabei weitere Ermittlungsansätze zu gewinnen und Personen zu identifizieren". In den übrigen Fällen dauerten die Ermittlungen an.

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