Urteil: Bushidos Album darf an Kinder verkauft werden

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Bis das Urteil rechtskräftig ist, darf das Album aber weiterhin nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

Mit einer Klage vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster will der Musiker nun erreichen, dass die Platte auch jungen Menschen frei zugänglich ist.

Die Bundesprüfstelle kann gegen die Entscheidung noch am Bundesverwaltungsgericht in Revision gehen.

Die Texte seien verrohend, frauen- und homosexuellenfeindlich und gewaltverherrlichend, begründete die Bundesprüfstelle. Dieser Argumentation hatten sich in erster Instanz auch die Richter angeschlossen. Kenner des Genres könnten durchaus unterscheiden zwischen den fiktiven Rap-Klischees und der Wirklichkeit. Die Bundesprüfstelle, die das Werk auf den Jugendschutz-Index gesetzt hatte, habe in ihrer Abwägung zwischen Jugendschutz und Kunstfreiheit unzureichend ermittelt, so die Begründung des Gerichts. So wirft Bushidos Anwalt der Prüfbehörde vor, nicht allen mitwirkenden Künstlern die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt zu haben.

Beteiligt waren an dem 2014 erschienenen Album unter anderem auch die wegen Antisemitismus-Vorwürfen in die Schlagzeilen geratenen Rapper Kollegah und Farid Bang.

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