Erdogan an Netanjahu: Lies die 10 Gebote

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte am Montag "die Gewalt der israelischen Streitkräfte gegen die Demonstranten" und beklagte "die große Zahl ziviler palästinensischer Opfer in Gaza heute und in den vergangenen Wochen".

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat dem israelischen Premier, der haltlose Mitteilungen über Ihn auf Twitter postete mit folgenden Worten geantwortet, "Sie haben das Blut der Palästinenser in ihren Händen".

"Erdogan vermerkte über Twitter weiter, dass Netanjahu ein Regierungschef ist, der die Territorien eines wehrlosen Volkes besetzt".

Erdogan kündigte für diesen Freitag einen Sondergipfel islamischer Staaten an.

Beim blutigsten Tag seit dem Gaza-Krieg 2014 waren insgesamt 60 Palästinenser getötet worden, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Zum geplanten OIC-Gipfel sagte Erdogan am Dienstag in London: "Mit diesem außerordentlichen Treffen werden wir der Welt von Istanbul aus eine sehr starke Botschaft geben". Rund 2800 wurden verletzt. Am gleichen Tag hatten die USA ihre Botschaft in Jerusalem eröffnet.

Erdogan hatte das Vorgehen Israels im Gazastreifen mit Dutzenden Toten am Montag als "Genozid" bezeichnet. "Dann lies die 10 Gebote".

Zuvor hatte das türkische Außenministerium den israelischen Botschafter nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu dazu aufgefordert, "für einige Zeit" das Land zu verlassen. Im Gazastreifen kam es parallel zu den gewaltsamen Protesten. Der Diplomat sei ferner über die Einbestellung des türkischen Botschafters in Tel Aviv zu Konsultationen informiert worden, hieß es.

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