WHO: Ebola-Fall aus Millionenstadt in Demokratischer Republik Kongo gemeldet

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Das lebensgefährliche Ebola-Virus hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Millionenstadt erreicht.

Die Krankheit wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert. Damit sollen vor allem Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen und Menschen, die mit den Ebola-Patienten in Kontakt gekommen waren, geimpft werden. Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch der Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land seit 1976. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. Zusätzlich werden zwei Ebola-Behandlungszentren in Mbandaka und Bikoro mit jeweils 20 Betten aufgebaut und mehrere Tonnen medizinischer Hilfsgüter inklusive Hygienematerial und Schutzanzügen etc. nach Mbandaka geliefert.

Die Situation sei mit dem Fall in einer Stadt äußerst ernst und besorgniserregend geworden, sagte Henry Gray, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen.

Die WHO hatte vergangene Woche über den erneuten Ebola-Ausbruch im Kongo informiert. Bisher sind alle in sehr isolierten Regionen aufgetreten, wie vergangenes Jahr in Likati. "Das hat sich mit dem aktuellen Fall in Mbandaka nun geändert".

Ebola ist eine oft tödlich verlaufende Virus-Krankheit.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer Epidemie in den Jahren 2014 und 2015 kamen in Liberia, Guinea, und Sierra Leone rund 11.000 Menschen ums Leben.

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