Tödliche Krankheit: Inzwischen neun Ebola-Tote im Kongo

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Im Wettlauf gegen die Zeit versuchen die Behörden im Kongo den Ebola-Ausbruch einzudämmen. Einer der Patienten sei daheim gestorben, ein weiterer sei in das Krankenhaus zurückgekehrt und dort später gestorben. Doch die Gefahr einer Ausbreitung ist groß - gerade in der Millionenstadt Mbandaka. Bisher ist der jüngste Ausbruch auf den Kongo begrenzt.

Im Kongo sind bereits 27 Menschen an den Symptomen von Ebola gestorben, insgesamt wurden 58 Verdachtsfälle auf das Virus gemeldet. Bei drei der Todesfälle wurde das Virus bestätigt. Das Gesundheitsministerium hatte zuletzt seine Angaben von vorgestern korrigiert. Die Todesursache hat sich später jedoch nicht als Ebola herausgestellt. Zudem gibt es demnach im Nordwesten des Kongo 52 mögliche Fälle von Ebola, bei 31 wurde das Virus nachgewiesen. Mehr als 13 Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen im Kongo auf Hilfe angewiesen. Viele Menschen nutzen die Flüsse zum Reisen, hieß es in Genf. "Diese Situation ist ein hervorragender Nährboden für die Ausbreitung von Epidemien wie Ebola, aber auch Cholera oder anderen Durchfallerkrankungen", sagte der Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, Roland Hansen.

Es ist das erste Mal, dass die Krankheit in einer kongolesischen Stadt auftritt.

Wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Mittwoch berichtete, hatten drei mutmaßliche Ebola-Patienten am Sonntag und in der Nacht zum Dienstag eine Isolierstation in einem Krankenhaus eigenständig verlassen. Bei einer verheerenden Epidemie in 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen.

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