Indien: Nipah-Virus ausgebrochen - Reise

Einstellen Kommentar Drucken

In Indien ist der Nipah-Virus Im Umlauf. Gegen den tödlichen Erreger gibt es weder eine Impfung noch eine ursächliche Therapie.

Kozhikode. Beim Ausbruch des gefährlichen Nipah-Virus in Indien sind inzwischen mindestens zehn Menschen gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt, wie sich das Übertragungsrisiko des Krankheitserregers einschränken lässt. Der Erreger, der zu einer tödlichen Hirnhautentzündung führen kann, hat bereits einige Opfer gefordert. Keralas Gesundheitsminister Rajeev Sadanandan erklärte gegenüber der "BBC", dass auch Krankenhausangestellte, die die Patienten behandelt haben, unter den Opfern seien.

Das Virus wird nicht nur von den Flughunden, sondern auch von Schweinen und im begrenzten Umfang von Mensch zu Mensch übertragen.

"Wir haben Blut- und Körperflüssigkeitsproben aller Verdachtsfälle zur Bestätigung an das Nationale Institut für Virologie in Pune geschickt", so der Minister. Die WHO zählt das Virus zu den Erregern, die am dringendsten erforscht werden müssen, weil sie die öffentliche Gesundheit gefährden.

Das NiV hat seinen Namen von Nipah in Malaysia, wo 1998 der erste Ausbruch der Erkrankung beschrieben worden ist. Derzeit gibt es keine Impfstoffe oder spezifischen Arzneien gegen die Nipah-Krankheit, nur eine unterstützende Behandlung, so das CRM.

Lediglich die Symptome können medikamentös gelindert werden.

Sie erklären, wie sich die Gefahr der Übertragung von Mensch zu Mensch verringern lässt: "Ein enger ungeschützter Kontakt mit Nipah-Virus-infizierten Personen sollte vermieden werden". Auch die Übertragung von Mensch zu Mensch ist per Tröpfcheninfektion möglich.

Und: "Regelmäßiges Händewaschen sollte nach Pflege oder Besuch von Kranken durchgeführt werden".

Bei dem Nipah-Virus handelt es sich um eine Zoonose, eine Krankheit, die vom Tier zum Mensch übertragen werden kann - in diesem Fall durch Fledermäuse.

Zudem sollten Früchte, die möglicherweise mit Fledermäusen in Kontakt gekommen sind, nicht verzehrt werden oder nur dann, wenn sie vorher lange genug gewaschen und dann geschält worden sind. Die grippeähnlichen Symptome reichen von hohem Fieber mit starken Kopfschmerzen und Erbrechen über Atemwegsbeschwerden bis zu einer Hirnhautentzündung.

Das Krankheitsbild des Nipah-Virus reicht laut WHO von einem beschwerdefreien Verlauf bis zu schweren Atemwegsinfekten und einer tödlichen Enzyphalitis (Gehirnentzündung).

Comments