Deutsche-Bank-Aktien nach "WSJ"-Bericht unter Druck"

Einstellen Kommentar Drucken

Die Aktien der Deutschen Bank haben ihre jüngste Talfahrt an Fronleichnam ungebremst fortgesetzt. Obwohl das Institut seine "robuste Bilanz" betont, reagieren Anleger sehr deutlich. Am Donnerstagnachmittag brach die Aktie erneut um zeitweise mehr als sechs Prozent auf 9,26 Euro ein.

Laut "Financial Times" hat die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) den US-Ableger des größten deutschen Geldhauses im ersten Quartal auf die Liste jener Banken genommen, deren Schwäche das eigene Überleben gefährde. Die Deutsche Bank teilte auf Anfrage mit, man äußere sich grundsätzlich nicht zur Kommunikation mit einzelnen Aufsichtsbehörden.

Die Deutsche Bank erklärte in einem Statement, als Konzern "sehr gut kapitalisiert" zu sein und über "erhebliche Liquiditätsreserven" zu verfügen. Vor allem am Nachmittag ging es rasant bergab, als Medienberichte die Runde machten, wonach die US-Tochter des angeschlagenen deutschen Geldinstituts für den US-Sicherungsfonds FDIC nun zu den "Problembanken" zähle. Das entspricht etwa der Bilanzsumme der US-Tochter der Deutschen Bank, die Ende März 42,1 Milliarden Dollar auswies, wie neben der "Financial Times" auch das "Wall Street Journal" berichtete.

Dem Finanzblatt zufolge hatte die US-Notenbank das Institut bereits vor rund einem Jahr auf eine der untersten Kategorien ihrer internen Bewertungsskala abgestuft und ihm den Status "in Schwierigkeiten" gegeben.

Offiziell wollte sich keine der Behörden zu Berichten äußern. Darüber hinaus musste die Bank Milliardenstrafen bei Vergleichen mit der US-Justiz wegen Marktmanipulationen und anderer Vergehen zahlen.

Comments