Google stoppt Projekt mit US-Militär

Einstellen Kommentar Drucken

Monatelang drohen Tausende Google-Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber mit Kündigungen.

Mehrere führende Tech-Spezialisten der Firma, deren Slogan einst "Sei nicht böse" gewesen sei, hätten die Zusammenarbeit am Project Maven als Verrat der idealistischen Grundsätze von Google bezeichnet. Nun scheint der Technologiekonzern auf die Wünsche zu reagieren.

Nach monatelangen Protesten von Mitarbeitern will sich der Technologiekonzern Google Medienberichten zufolge aus der Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium im Bereich künstliche Intelligenz zurückziehen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Google Cloud-Chefin Diane Greene. In der Petition forderten die Kritiker eine Google-Richtlinie, die grundsätzlich die Mitarbeit an Kriegsführungstechnologie verbietet. Google müsse klar erklären, dass weder der Internetriese noch seine Subunternehmen "jemals Kriegstechnologie herstellen". Wert war der Vertrag nur etwa zehn Millionen Dollar, eine Summe, die offenbar in keinem Verhältnis zu den Problemen stand, die "Project Maven" intern verursacht hatte.

Bei dem Vorhaben wurden laut US-Medien intelligente Algorithmen zur Erkennung und Unterscheidung von Menschen in Drohnenvideos eingesetzt, Auftraggeber war das Pentagon. Bis Mitte Mai sollen 4000 Angestellte den Aufruf unterzeichnet haben, andere Quellen sprechen sogar von 4600 Unterschriften. Unterstützung für die Petition kam auch von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und dem International Committee for Robot Arms Control (ICRAC), das sich dafür einsetzt, die militärische Nutzung von Robotern zu begrenzen.

Comments