Putin ist zu Treffen mit Trump bereit - Newsticker

Einstellen Kommentar Drucken

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat Bestrebungen bestätigt, ein Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem US-Kollegen Donald Trump in Wien zu organisieren. Wichtig sei der Inhalt der Verhandlungen, sagte Putin der Agentur Tass zufolge. Doch seither hat sich das ohnehin angespannte Verhältnis beider Staaten durch den Streit über den Syrien-Konflikt und die Russland zugeschriebene Vergiftung eines russischen Ex-Spions in London verschlechtert. Russland war 2014 wegen der Ukraine-Krise aus der damaligen G-8-Gruppe ausgeschlossen worden. "Bitte schön, wir werden uns freuen, Sie bei uns in Moskau zu begrüßen", sagte Putin. Auf Trumps Vorschlag ging er nicht ausdrücklich ein, schloss aber ein Treffen mit ihm nicht aus. Vor einer Woche hatte er sich in einem ORF-Interview ähnlich geäußert und gemeint, das Nicht-Zustandekommen eines Treffens sei "die Folge de heftigen innenpolitischen Kampfes in den USA". Bei den Gesprächen zwischen Putin und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag sei Wien in diesem Zusammenhang "erwähnt" worden, sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow am Samstag nach Angaben der amtlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Putin bevorzuge einen "neutralen Ort". Die Begegnung könne stattfinden, sobald die USA dazu bereit seien. Das Bundeskanzleramt wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Vom Nationalen Sicherheitsrat der USA wurde gegenüber dem "WSJ" bestätigt, dass "die Österreicher" ihren Willen zum Ausdruck gebracht hätten, ein solches Treffen auszurichten. Im Anschluss stellte Trump ein Treffen mit Putin "in nicht allzu ferner Zukunft" in Aussicht. Die beiden hatten sich lediglich am Rande großer Konferenzen kurz gesprochen.

Trump ist wegen Russland-Kontakten enger Vertrauter vor seinem Amtsantritt im Visier von FBI-Sonderermittler Robert S. Mueller. Nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste hat Russland versucht, die US-Präsidentenwahl zu beeinflussen, die Trump im November 2016 überraschend gegen die Favoritin Hillary Clinton gewonnen hatte.

Comments