Richard Grenell: Neuer US-Botschafter bedauert Äußerungen

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Im selben Interview hatte sich Grenell als "Fan" von Kurz bezeichnet und ihn als "Rockstar" bezeichnet. Und ein FDP-Politiker wünscht sich bei Debatten wie der um den neuen Botschafter ein "cooleres" Deutschland.

Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, wird am Dienstag doch kein Essen für Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz geben.

"Um es klarzustellen: Ich habe nicht die Absicht, mich in politische Angelegenheiten aktiv einzumischen", sagte Grenell weiter. "Ich bedauere die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden", fügte er hinzu.

Grenell, der seit dem 8. Mai 2018 den lange nicht besetzten Posten des US-Botschafters in Berlin inne hat, hatte sich auf "Breitbart" beeindruckt davon gezeigt, wie die rechtspopulistische Bewegung in Europa an Macht gewinnt. Das war in Deutschland als Verstoß gegen die diplomatisch gebotene Zurückhaltung gewertet und mit Empörung kommentiert worden. "Ich sehe mich verpflichtet, mit allen Regierungen und allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken". Die für einen Diplomaten höchst ungewöhnlichen Äußerungen hatten für scharfe Kritik in Deutschland gesorgt. Rückendeckung hatte Grenell, der als eifriger Verteidiger der Politik von US-Präsident Donald Trump gilt, vom US-Außenministerium bekommen. "Er läuft Gefahr, sich aus dem Spiel zu nehmen als relevanter Gesprächspartner, wenn er als Parteigänger nur einzelner politischer Strömungen auftritt", sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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