Tesla entlässt Tausende Mitarbeiter

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Nach Jahren des Wachstums sollen bei Elektroauto-Pionier Tesla jetzt Tausende Jobs gestrichen werden. Allerdings handelt es sich dabei um keine Raketen mit Brennstoff - das wäre in einem PKW selbst für Tesla-Verhältnisse wohl zu riskant - sondern kleine Druckluftbehälter, die sich auf Knopfdruck entladen und so den Wagen schneller in eine gewünschte Richtung steuern sollen.

Tesla fährt keine Gewinne ein - nun zieht Elon Musk die Reißleine und will neun Prozent der Mitarbeiter entlassen.

In dem Ende Dezember vorgelegten Geschäftsbericht für 2017 hatte das kalifornische Unternehmen 37.543 Mitarbeiter gezählt.

Es läuft nicht gut beim Elektroautopionier Tesla.

Gemäss "CNBC" zählt die Firma rund sechs Monate später rund 46'000 Angestellte - 4100 müssten demnach ihre Sachen packen. Musk bedankte sich in seiner Mail für die "harte Arbeit" der von den Stellenstreichungen Betroffenen. Die Arbeiter im Stundenlohn in den Tesla-Werken dürfen bleiben.

Die Kürzungen würden die Produktionsziele für den neuen Wagen "Model 3" in den nächsten Monaten nicht beeinträchtigen, betonte der Milliardär. Zudem erklärte der Tesla-Chef, dass es in den vergangenen Jahren zum Aufbau einiger aus heutiger Sicht überflüssiger und teilweise doppelt besetzter Positionen gekommen sei.

Tesla hat bereits Milliarden an Dollar verbrannt und schreibt rote Zahlen. Rund 710 Millionen Dollar verlor das Unternehmen allein im ersten Quartal dieses Jahres, ein Rekordverlust. Investoren erhöhen seit einer Weile den Druck auf Musk und wollten vor Kurzem sogar versuchen, ihn eines seiner Ämter zu entheben, momentan ist er Vorstandschef und Chairman, eine Art Aufsichtsratschef.

Tesla kämpft mit Anlaufproblemen bei der Massenfertigung des Mittelklassewagens Model 3. Zuletzt lag die wöchentliche Produktionsrate laut Musk bei rund 3500 Autos.

Tesla-Aktien hatten heute zunächst sieben Prozent im Plus notiert. Tesla hat über 400 000 Bestellungen für den Wagen, dessen Produktion bereits im vergangenen Sommer startete, bislang aber nicht wie erhofft in Gang kam.

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