Wirtschaft: Türkische Wirtschaft im ersten Quartal um 7,4 Prozent gewachsen

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Das Bruttoinlandsprodukt legte um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt am Montag bekanntgab.

Die türkische Wirtschaft hat im ersten Quartal stark zugelegt und Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in dessen Wahlkampf damit Auftrieb gegeben. Im vergangenen Jahr war das Schwellenland wegen der guten Entwicklung in Industrie und Baubranche mit 7,4 Prozent so kräftig gewachsen wie seit 2013 nicht mehr. Der Industrieindex wuchs um 8,8 Prozent, gefolgt von der Bauindustrie mit 6,9 Prozent. Viele Ökonomen warnen jedoch vor einer Überhitzung der türkischen Wirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der letzten drei Monate stieg laut Daten der TurkStat zugleich auf rund 792,7 Milliarden türkische Lira (148,5 Milliarden Euro) an.

Auch hat die türkische Lira binnen eines Jahres rund 30 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar eingebüßt. Unter den G20-Ländern sei die Türkei auf Platz zwei. Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom privaten Verbrauch, der gegenüber dem Vorjahresquartal um elf Prozent zunahm, und von Dienstleistungen mit einem Plus von zehn Prozent. Weiterhin gehöre die Türkei zu den Volkswirtschaften, die am stärksten zulegten - "trotz aller wirtschaftlichen Angriffe und der Spiele, die gespielt werden". Im Landwirtschaftssektor wurde ein Plus von 4,6 Prozent verzeichnet.

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