Schmerzmittel müssen künftig Warnhinweis tragen

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Rezeptfreie Schmerzmittel müssen in Zukunft einen Warnhinweis auf der Verpackung tragen. Dieser soll Verbraucher für die Gefahren einer längeren Einnahme dieser Medikamente sensibilisieren. Dazu zählen unter anderem Mittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (Aspirin), Paracetamol, Ibuprofen und Diclofenac. Die Politik hat nun reagiert: Freiverkäuflichen Schmerzmitteln werden künftig Warnhinweise beiliegen: Der Bundesrat hat vor wenigen Tagen der Analgetica-Warnhinweis-Verordnung zugestimmt. Die BAK habe in der Vergangenheit wiederholt auf das Risikopotenzial rezeptfreier Schmerzmittel hingewiesen.

Rezeptfreie Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen sind nicht harmlos, sondern können mit schweren Nebenwirkungen einhergehen. Nun wurde beschlossen, dass solche Medikamente künftig mit Warnhinweisen versehen werden müssen.

Um ein größeres Bewusstsein zu schaffen, sind Pharmafirmen in Zukunft verpflichtet, in gut lesbarer Schrift auf der Vorderseite der äußeren Verpackung den Satz aufzubringen: "Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!"

Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (ABDA) wurden im Jahr 2015 in Deutschland in Apotheken rund 100 Millionen Packungen von OTC-Analgetika (nicht verschreibungspflichtige Schmerzmittel) in Form von Fertigarzneimitteln abgegeben. Trotzdem soll die Regelung laut Bundestag "Verbraucherinnen und Verbraucher davon abhalten, die Medikamente über die empfohlene Höchstdauer hinaus einzunehmen". Entsprechende Hinweise sind zwar bereits in der Packungsbeilage vermerkt, Studien zeigten allerdings, dass Verbraucher diese häufig nicht beachten: Aus einer Befragung des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass ein Fünftel der Frauen und fast ein Drittel der Männer Schmerzmittel über einen längeren als den empfohlenen Zeitraum einnehmen.

Eigentlich dürfen die Schmerzmittel maximal vier Tage lang geschluckt werden.

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