Spanien gewinnt gegen den Iran nur dank einem Glückstor

Einstellen Kommentar Drucken

Letztlich war es "das erwartet komplizierte und schwierige Spiel", äußerte sich Spaniens Nationaltrainer Fernando Hierro nach Abpfiff sichtbar erleichtert.

Nach dem mühsamen 1:0 (0:0)-Sieg gegen den Außenseiter Iran haben sich Spaniens Fußballstars über die Spielweise des Gegners beklagt. Spanien blieb auch nach seinem Führungstreffer überlegen, offenbarte aber auch einige Schwächen bei iranischen Kontern. Sie rieben sich immer wieder am doppelten Abwehrriegel der vom portugiesischen Trainer Carlos Queiroz sehr defensiv eingestellten Iraner auf.

Der Titel-Mitfavorit Spanien knorzte sich im zweiten Gruppenspiel zu einem 1:0-Sieg gegen den Iran.

Spanien hat die Tür zum Achtelfinal-Einzug bei der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestoßen.

Spanien ist nun seit 22 Spielen ungeschlagen, es ist nach Angaben der Fifa die aktuell längste Serie im internationalen Fußball. Zum Abschluss gegen das bereits ausgeschiedene Marokko reicht ein Unentschieden. Queiroz musste in der Verteidigung den verletzten Roozbeh Cheshmi ersetzen, doch die Defensive stand dennoch sehr solide. Eine Taktik, die aufgehen sollte.

Spanien drückte zwar von Anpfiff weg auf das Tor der Iraner.

Spanien tat sich schwer. Richtige Torchance gab es in der ersten Spielhälfte keine einzige. 72 Prozent Ballbesitz zugunsten der mit dem wieder fitten Real-Rechtsverteidiger Dani Carjaval eingelaufenen Iberer sagte die Statistik in der Pause.

Gefahr brachten Standards, bei denen neben dem bulligen Diego Costa, zweifacher Torschütze beim 3:3 gegen Portugal, stets die kopfballstarken Innenverteidiger Sergio Ramos und Gerard Piqué in den Strafraum rückten und versuchten, sich dort wenigstens die Lufthoheit zu erobern. Erst in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte zog David Silva einmal aussichtsreich ab, sein abgefälschter Schuss ging aber am Gehäuse vorbei. Darauf reagierte Hierro, veränderte die taktischen Vorgaben ("Wir wollten mehr über die Außen kommen") und sah anschließend "20 sehr gute Minuten". Iran-Goalie Beiranvand kratzte Bälle von Busquets und Vazquez von der Linie (50.), doch dann schlug es doch noch in seinem Tor ein. "Ein 1:0 ist nicht einfach zu verteidigen". Danach wurde es ein wenig unterhaltsamer, auch zur Freude der etwa 15.000 Iraner im Stadion, die einen Schuss von Karim Ansarifard ans Außennetz bereits im Tor gesehen hatten. Dann half er allerdings tatkräftig mit, als Ramin Rezaeian Diego Costa anschoss und der Ball zum spanischen Siegtor ins Netz prallte. Doch Schiri Andres Cunha aus Uruguay verweigerte dem Treffer zurecht die Anerkennung - wegen einer Abseitsstellung - was auch vom Video-Schiri bestätigt wurde!

Nach einer Eckball-Variante war in einer nun kurzweiligen Partie wieder Spanien am Zug. Offensiv konnte der Iran ebenfalls noch Qualitäten zeigen. So auch in der 82. Minute beim Kopfball von Mehdi Taremi.

Und plötzlich ging doch etwas in Kasan: Nach einer 1. Halbzeit, die absolut gar nichts für Fussball-Feinschmecker war und kaum Torszenen beinhaltete, überschlugen sich die Ereignisse unmittelbar nach dem Seitenwechsel schlagartig. Mohammadi) - Ebrahimi, Ezatolahi - Ansarifard (74. Asensio), Silva, Iniesta (71. Koke); Silva, Isco, Vazquez (79.

Comments