ARD fordert Merkel-Rücktritt: Sind die Tage der Bundeskanzlerin gezählt?

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Der MDR-Journalist konstatiert gleich im ersten Absatz: "Es ist eine Bankrotterklärung der EU: In einem der wichtigsten Politikfelder unserer Zeit, beim Umgang mit Migration geht nichts mehr". Kaum einer traut dem anderen noch über den Weg.

Den Korrespondenten in Brüssel den Dolch des Brutus gegen Merkel führen lassen und keine (n) Höherrangige (n), nun, das ist Sache der ARD.

Pieper argumentiert, dass im Kanzleramt ein Neuanfang notwendig sei, weil mit Merkel ein europäischer Konsens in der Migrationsfrage nicht mehr möglich sei: "Ihr Name ist in vielen Ländern Europas zu einem ‚Nicht-Namen' geworden, bei dem schlechte Stimmung garantiert ist, sobald man ihn ausspricht".

Brüssel. Der Brüssel-Korrespondent Malte Pieper fordert Bundeskanzlerin nach dem ergebnislosen EU-Sondergipfel zum Rücktritt auf.

Pieper wirft der Bundeskanzlerin vor, die "Spaltung der EU billigend in Kauf" genommen und die Osteuropäer in die Ecke gedrängt zu haben, indem sie sie einfach überstimmen lässt. Bei "dichtem Nebel" allerdings, wie im Fall der Flüchtlingskrise, nütze das Vorantasten nichts: "Man komme höchstens vom Weg ab, weil man nichts sieht, und ist dann verloren". So habe Merkel 2011 und 2012 die Hauptlast der Fluchtbewegungen auf Italien und Griechenland abwälzen wollen und erst 2015 die "europäische Solidarität" wiederentdeckt, als "die Trecks die bayerische Grenze erreichten".

Jetzt kann es nicht mehr lange dauern. "Man stelle sich nur einmal vor, was passiert wäre, wenn man so mit Deutschland umgesprungen wäre!", betont Pieper.

Die deutsche Kanzlerin habe aber auch durch ihr Verhalten in der Griechenland-Krise oder bei dem Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit in den Mittelmeerländern "verbrannte Erde "hinterlassen". Auch in Deutschland eilt die AfD von Sieg zu Sieg - und bei der panischen Union gewinnen Opportunisten vom Typ Markus Söder oder Jens Spahn die Oberhand, denen jedes, aber auch wirklich jedes Mittel recht ist, so es ihnen selbst kurzfristig Erfolg bringt.

Gemeinsame, europäische Lösungen, ohne die man das Migrationsproblem nicht in den Griff bekommen wird, rücken aber durch den Schwenk nach rechts in weite Ferne. Das haben alle Treffen der letzten Monate gezeigt. Räumen Sie das Kanzleramt für einen Nachfolger, dessen Name nicht so belastet ist, wie es der Ihre ist.

Und dann: "Helfen Sie deshalb mit, den scheinbar unabwendbaren Trend nach europäischer Spaltung statt Einigung endlich aufzuhalten! Dem in Europa noch zugehört wird", so Piepers Forderung. Dem man zutraut, wirklich die Interessen aller im Blick zu haben! Nachdrücklich fordert er: "Lassen Sie uns den Neuanfang wagen!" "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff", schreibt die Seite "pi-news" in einem Artikel vom 25. Juni 2018.

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