Vulkan legt Flughafen auf Bali lahm

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Der Asche spuckende Vulkan Agung hat auf Indonesiens Urlaubsinsel Bali den Flugverkehr weitgehend lahmgelegt. Aus Sicherheitsgründen schlossen die Behörden in der Nacht auf Freitag den Flughafen der Inselhauptstadt Denpasar und zwei weitere Flugplätze.

Ursprünglich waren am Freitag 446 geplante Flüge und damit Zehntausende Fluggäste betroffen, darunter auch mehr als 200 internationale Ankünfte und Abflüge.

Der Vulkan Agung auf Bali ist wieder aktiv und bläst Aschewolken in die Luft. Auch bei deutschen Touristen ist Bali beliebt, die Zahlen wuchsen in den letzten Jahren prozentual zweistellig auf zuletzt etwa 177.000 deutsche Besucher. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, an der verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen.

Indonesien ist die Region mit der stärksten vulkanischen Aktivität weltweit. Zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs braucht es in der Regel aber auch nur eine günstige Wetterkonstellation: Gewährleistet sein muss nur, dass die Aschewolke die Start-, Lande- und Flugrouten nicht berührt.

Gestrandete Reisende am Ngurah-Rai-Flughafen in Denpasar. "Sicherheit bleibt der Hauptgrund für die Entscheidung, die Flughäfen zu schließen", betonte er. Die nächstliegenden Alternativen wären die Flughäfen Surabaya und Jakarta auf Balis Nachbarinsel Java, die per Fähre erreichbar ist.

Der Vulkan Agung stiess Rauch- und Aschewolken aus, die mehr als tausend Meter hoch stiegen. Die Alarmstufe beließen die Behörden aber auf dem zweithöchsten Niveau. Beim bislang letzten Ausbruch des Vulkans Agung waren 1963 fast 1600 Menschen ums Leben gekommen.

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