EZB-Etappensieg: Inflation liegt bei zwei Prozent

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Die Inflation im Euroraum hat sich im Juni weiter beschleunigt, die unterliegende Teuerung jedoch abgeschwächt. Treibende Kraft sind die Ölpreise, während die Kernteuerung sogar leicht zurückgegangen ist.

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Freitag lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist die höchste Rate seit Februar 2017.

Als Preistreiber erwies sich Energie, die sich um 8,0 Prozent verteuerte. Die sogenannte Kernrate fiel von 1,1 auf 1,0 Prozent.

Steigende Energie- und Lebensmittelpreise verzerren aber das Ergebnis. Im April waren die Lebenshaltungskosten nur um 1,9 Prozent gestiegen. Dies zeigt, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung und die Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten bisher nicht in einem Anziehen der Kernteuerung niedergeschlagen haben.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt die Lage durchwachsen.

Sie können dem Brüsseler Korrespondenten René Höltschi auf Twitter folgen. Sie betrachtet diese Zielmarke als ideal für die Wirtschaft. Im Gegensatz zu dieser Gesamtinflation fiel die Teuerung zurück, wenn man schwankungsanfällige Bereiche herausrechnet.

Für die EZB sind die Nachrichten deshalb kein Grund zur Freude.

Die Währungshüter beschlossen angesichts der insgesamt anziehenden Inflation jüngst jedoch einen Schritt hin zu einer weniger lockeren Geldpolitik und planen das Ende ihrer massiven Anleihenkäufe zum Jahresende.

Die EZB hat über den Kauf von Wertpapieren weit mehr als zwei Billionen Euro ins Finanzsystem geschleust, um die Inflation anzuheizen.

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