Kundendatenbank betroffen - Bericht: Massive Datenschutzpanne bei Panini

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Fußballfans können beim Sammelbildhersteller Panini auch Sticker mit eigenen Fotos bestellen.

Berlin Panini bietet zur WM personalisierte Sticker an.

Der italienische Sammelalbenhersteller Panini kämpft einem Bericht des "Spiegel" zufolge mit einer massiven Datenpanne. Unbefugte hätten persönliche Daten anderer Kunden einsehen können. Bis Mitte der Woche hätten eingeloggte Anwender auch die hochgeladenen Bilder sowie personenbezogene Daten anderer Kunden einsehen können. Zu den sichtbaren Informationen zählte nicht nur das hochgeladene Bild, sondern vielfach auch Name, Geburtsdatum und Wohnort.

Auf den Beispielen, die das Magazin einsehen konnte, seien häufig Kinderund Kleinkinder zu sehen gewesen- viele davon aus Deutschland, aber auchaus Ländern wie Belgien, Frankreich, Brasilien und Argentinien, manche mitnacktem Oberkörper und im privaten häuslichen Umfeld.

Panini hat das Problem am vergangenen Mittwoch über seinen Direktor für Neue Medien, Giorgio Aravecchia, bestätigt, einen Tag später teilte er mit, dass diese Lücke per Update geschlossen werden konnte. Es sei intern schon seit Tagen bekannt und werde nun schnellstmöglich behoben.

Aufgrund des Umstands, dass hier vor allem Kinder betroffen waren, übten Datenschützer viel Kritik an der Panne, Johannes Caspar Datenschutzbeauftragter der Hansestadt Hamburg, erklärte, dass das "besonders problematisch" sei, weil "massenhaft Minderjährige betroffen sind". Nach den Ende Mai voll in Kraft getretenen neuen EU-Datenschutzregeln müsse jedes Unternehmen technisch und organisatorisch für den ausreichenden Schutz personenbezogener Kundendaten sorgen.

Panini-Aufkleber sind aktuell wieder hoch im Kurs, das liegt natürlich an der Fußball-Weltmeisterschaft.

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