Wirtschaft :: Kanada kündigt eigene Zölle auf Stahl- und Aluminium an

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Trump vergleicht Die EU mit China. Die EU reagierte darauf mit Gegenzöllen auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro.

Die EU-Staaten haben unterdessen eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle von US-Präsident Donald Trump vereinbart. "Kanada hat keine Wahl, als mit einer maßvollen, gegenseitigen Dollar-für-Dollar-Antwort zurückzuschlagen", hatte Freeland am Freitag erklärt. Sonderregelungen der USA bei Importen von Stahl und Aluminium aus Kanada, aber auch aus Mexiko und Ländern der Europäischen Union waren am 31. Mai ausgelaufen. In Kanadas Fall verstießen die Maßnahmen zudem gegen die Regelungen des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta. Die Nachverhandlungen zu dem Abkommen, das Grundlage für eine der größten Freihandelszonen weltweit ist, hätten eigentlich schon längst beendet sein sollen. Die beiden hätten sich am Freitagabend über Handel und andere Wirtschaftsfragen ausgetauscht, sagte die Sprecherin des US-Präsidialamtes, Sarah Sanders, am Samstag. Diese Handlungsweise sei auf die Strafzölle der USA zurückzuführen, die den WTO-Regeln zuwiderliefen. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch.

BMW warnt in einem Schreiben an US-Handelsminister Wilbur Ross vor solchen Zöllen. "Es scheint, dass der Zweck der Androhung dieser Zölle ist, bestimmte wirtschaftliche Ziele zu erreichen". Die eigene US-Autoindustrie spricht sich jedoch vehement dagegen aus. "Zölle auf Autos und Autoteile erhöhen die Preise für Kunden, sie vermindern die Auswahl und laden Handelspartner zu Vergeltungsmaßnahmen ein", hieß es in dem Appell. Die Europäische Union habe im vergangenen Jahr einen Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten in Höhe von 151 Milliarden Dollar erzielt.

Allerdings hat Trump die Einfuhrgebühren auf Waren aus China in Höhe von 25 Prozent ab dem 6. Juli wirksam gemacht.

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